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Ein dunkler Schatten fällt auf das Hallenbad: Sein Beton wird brüchig. Für die Sanierung ist eine gewaltige finanzielle Kletterpartie über 15 Millionen Euro erforderlich. Das Spielgerät in front of lädt zum Üben ein. Außerdem weist es den Weg in die Zukunft: Spiel und Spaß holen die Penunsen rein, nicht die stoisch gezogenen Bahnen der Altschwimmer. Wenn schon visionär, dann richtig. Montage: Gärtner
Außer Spesen nichts gewesen
Die Sitzung des Sportausschusses hat wenig gebracht
Von Hajo Gärtner
Lage. Ein Déjà-vu-Erlebnis in der Sportausschuss-Sitzung: Wieder konnten wegen »Beschluss-Unfähigkeit« keine Empfehlungen für den Rat formuliert werden. Hatten wir doch erst vor wenigen Tagen in der Bauausschuss-Sitzung. Grund in beiden Fällen: Ratsmitglieder haben geschwänzt. Es ging in der Sportausschuss-Sitzung vor allem um das Hallenbad und den Vorschlag der Grünen, lieber ein neues »Kombi-Bad« zu bauen, als das alte Hallenbad zu sanieren.
Das würde 15 Millionen Euro kosten, und nur 45 Prozent davon wären »zuschussfähig« aus einem Landesprogramm; also nicht mal die Hälfte, machte Beigeordneter Frank Rayczik in seinem kleinen Vortrag deutlich. Und dabei ist es noch sehr fraglich, ob Lage fürs Hallenbad überhaupt einen Zuschuss vom Land bekommt. Im ersten Versuch der »Interessenbekundung« hat die Verwaltung nämlich schon auf Granit gebissen.
Trotzdem sieht Rayczik Chancen bei einem zweiten Versuch, Fördermittel zu akquirieren. Beim ersten Mal sei eine Förderanfrage für alle Lagenser Sportstätten formuliert worden, diesmal hingegen konzentriere sich die Anfrage aufs Hallenbad. Versprechen könne er aber auch diesmal nichts. Auch nicht, ob die Verwaltung bis zur Sommerpause eine valide Stellungnahme zur Initiative der Grünen hinsichtlich eines »Kombi-Bades« hinbekommt. Tatsächlich konnte der Sportausschuss wegen seiner »Beschluss-Unfähigkeit« nicht einmal eine Ratsempfehlung formulieren.
Wer meint, das »Kombi-Bad« sei ein Sparvorschlag, ist gründlich auf dem Holzweg. Die Kombination würde nämlich 27 Millionen Euro kosten, und damit rund 80 Prozent mehr als die bloße Hallenbad-Sanierung. Wer die 15 Millionen für das Hallenbad nicht auf die Kette bekommt, tritt beim 27-Millionen-Projekt vollends auf der Stelle.
Während die Grünen ihre Vision vortrugen, hüllten sich die AfD-Vertreter in Schweigen. Trotz der leidenschaftlich vorgetragenen Grünen-Schelte von Uwe Detert, bekamen die beiden in der ganzen Sitzung die Zähne nicht auseinander. Man könnte meinen, die AfD sei ein Familienprojekt der Deterts.
Deutlich wurde: Das Hallenbad-Projekt braucht eine Vision über 2030 hinaus. Vorher geht gar nichts. Ein Plan in Richtung des Lemgoer Eau-Le oder Detmolder Aqualip wäre etwas, das einmal nennenswerte Einnahmen generieren könnte. »Es müsste mindestens eine Sauna rein«, spekuliert Frank Niegsch, Betriebsleiter der städtischen Bäder, im Gespräch mit Lage Aktuell. Er ist sich sicher, dass es nicht ausreicht, über eine Betonsanierung nachzudenken und Möglichkeiten einer Attraktivitätssteigerung außer acht zu lassen.
Zwar sei das Gebäude in die Jahre gekommen, der Beton an einigen Stellen brüchig, aber das Hallenbad falle sicher nicht in den nächsten fünf bis zehn Jahren in sich zusammen. Eine gute Nachricht: Dann ist ja noch reichlich Zeit, eine in die Zukunft gerichtete visionäre Idee zu entwickeln. Und die augenblickliche Finanzkrise, die sicher noch ein paar Jahre anhält, wird wohl nicht ewig währen. Ein Hallenbad mit Sauna und Rutsche, ein kleines »Laqualip«, das wäre doch was am Ende der Not. Mit einem »Spaßbad« verdient man Geld; mit einem bloßen »Hallenbad« macht jede Kommune bloß Schulden.
Die lippischen SPD-Landtagsabgeordneten Alexander Baer (von links), Ellen Stock und Dennis Maelzer suchen junge Lipper, die ihre Plätze im Jugendlandtag vom 12. bis 14. November einnehmen. Foto: Abgeordnetenbüro SPD
Ausprobieren statt ärgern
SPD lädt Jugendliche ein, ihre Position im Landtag einzunehmen - als Rollenspiel
Lage/Kreis Lippe. Wie arbeitet eigentlich ein Parlament? natürlich nicht mit Zauberstab und auch nicht per Gruppenchat – sondern mit Reden, Debatten, Abstimmungen und ziemlich vielen Sitzungen, in denen man sich fragt, ob ein Kaffeeautomat nicht die wichtigste Institution im Gebäude ist.
Genau das können junge Menschen aus dem Kreis Lippe beim Jugendlandtag Nordrhein-Westfalen selbst ausprobieren. Vom 12. bis 14. November wird der Düsseldorfer Landtag zur ultimativen „Politik-Playstation“ – nur eben ohne Controller, dafür mit Mikrofon und Rednerpult.
16- bis 20-jährige junge Menschen aus Lippe übernehmen dabei die Plätze der echten Abgeordneten – zumindest für drei Tage. Die SPD-Landtagsabgeordneten Ellen Stock, Alexander Baer und Dennis Maelzer laden ausdrücklich zum Mitmachen ein. Voraussetzung: politische Neugier: Ja, politische Vorerfahrung im Jugendlandtag: Nein. Also quasi »Politik - Level 1«.
Wer dabei ist, bekommt das volle Programm zu spüren: Fraktionssitzungen, Ausschusssitzungen und Expertenanhörungen – also alles, was klingt wie »Erwachsenen-Sache«, aber hier von Jugendlichen übernommen wird. Diskutiert wird mit derselben Ernsthaftigkeit wie im echten Parlament, nur vielleicht mit etwas weniger Krawatte und etwas mehr Humor.
Am Ende wird es sogar richtig offiziell: Im Plenarsaal wird abgestimmt, als ginge es um Gesetze der Erwachsenenwelt. Und manchmal sind die Ergebnisse überraschend vernünftig – oder zumindest ehrlicher als so manche lange Haushaltsdebatte.
Im Vorjahr haben die Teilnehmer bereits eine klare Botschaft gesendet: Warum eigentlich nicht dauerhaft ein Jugendparlament in NRW? Klingt fast so, als hätten sie Geschmack an der Sache gefunden.
Bewerben können sich Schüler, Azubis, Studenten oder junge Berufstätige. Alles, was man braucht: ein paar persönliche Daten – und die Bereitschaft, drei Tage lang so zu tun, als hätte man plötzlich sehr viel Verantwortung (was dann tatsächlich ein bisschen stimmt).
Seit 2008 gibt es den Jugendlandtag in NRW. Und jedes Jahr zeigt sich aufs Neue: Politik ist gar nicht so trocken, wie ihr Ruf – manchmal ist sie sogar ziemlich lebendig, besonders wenn der Nachwuchs sie übernimmt. 
schmerzhaft
Lesung im Rahmen des Aktionstages gegen den Schmerz
Lage. „Schmerz.Haft“ geht's zu am Freitag, 5. Juni, im Kulturzentraum Technikum. Dort liest im Rahmen des Aktionstages gegen den Schmerz der Bielefelder Autor Bernhard Horres auf Einladung des Fördervereins Stadtbücherei Lage.
In seinem autobiografisch geprägten Debütroman »Schmerz.Haft« schildert der Protagonist Monsieur Gris seine 22-jährige Auseinandersetzung mit chronischen Schmerzen, die ihn körperlich, geistig und seelisch auslaugen. Erschöpft begibt er sich in eine psychosomatische Schmerzklinik, wo er durch ganzheitliche Therapien, Begegnungen mit Mitpatienten und Ärzten eine innere Wandlung durchläuft. Er entdeckt Wege aus der Schmerzhaftigkeit und bricht die Mauer seiner Qualen.
Thomas Schweitzer wird einige Stücke auf dem Saxophon spielen. Der Musiker ist ein in Bielefeld ansässiger Saxophonist, Musikpädagoge und Jazzmusiker, der für seine Improvisationskunst, Auftritte bei Lesungen und langjährige Zusammenarbeit mit den "Westfälischen Saxophonikern" bekannt ist.
Die Lesung findet am Freitag, 5. Juni 2026, um 19 Uhr im Kulturzentrum Technikum Lage, Lange Straße 124, statt. Der Eintritt beträgt 8 €. Im Eintritt ist ein Freigetränk enthalten. Karten gibt es in der Buchhandlung Brückmann und in der Stadtbücherei Lage. Die Veranstaltung knüpft thematisch an den 15. bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz am 2. Juni an. Der jährliche Aktionstag gegen den Schmerz, organisiert von der Deutschen Schmerzgesellschaft, zielt darauf ab, das Bewusstsein für chronische Schmerzen zu schärfen und die Versorgung zu verbessern.
Junge Gesichter und ein frischer Sound sind das Markenzeichen des Chores »Soundtrack Lage«. Im Bild der neue Vorstand.
Neue Impulse
Lage. Bewährte Kräfte und neue Gesichter im Vorstand als Ergebnis der diesjährigen Mitgliederversammlung des Vereins „Soundtrack Lage“. Neben einem Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr stand vor allem die Wahl des Vorstands im Mittelpunkt. Dabei wurden die erste Vorsitzende Yvonne Bruns sowie die zweite Vorsitzende Maren Milbredt erneut in ihren Ämtern bestätigt. Die Wiederwahl zeigt das Vertrauen der Mitglieder in die bisherige Arbeit und sorgt für Kontinuität in der Vereinsführung. Ganzer Artikel ⇒
Im Rahmen einer schicken Gala ehrte die Stadt ihre herausragenden Sportler. Fotos: Stadt Lage
80 Aktive sind Gesicht des Sports
Lage. Die Stadt Lage ehrte ihre erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in der Aula des Schulzentrums Werreanger.
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Es mangelt nicht an Nachwuchs.
Bürgermeister Matthias Kalkreuter und Klimaschutzmanagerin Anja Wiesner laden zum großen gemeinsamen Radeln ein: eine Werbeaktion für den Umstieg vom vierrädrigen Benzinverbrenner auf den zweirädrigen Kalorienverbrenner.







