Der Vereinsvorstand von links: Siegfried Reker (Kassenwart), Corinna Kottmann und Anton Volk (Beisitzer), Klaus Schmie­­de­kamp (2. Vorsitzender), Ange­li­ka Schapeler-Richter (1. Vorsitzende), Wolfgang Brehm und Günther Meier (Kassenprüfer).

FWG-BBL-Verein
bleibt wachsam

Von Angelika Schapeler-Richter

Lage. Die Mitgliederversammlung 2026 des FWG-BBL-Vereins stand unter einem ande­ren Blickwinkel als in den Jahren zuvor, da FWG-BBL als Partei auftrat. 

Als Erste Vorsitzende des Vereins und vorherige Fraktionsvorsitzen­de habe ich die Vereinsmitglie­der über aktuelle Entwicklungen und Themen der Ratssit­zung im März informiert. So wurden der Weggang des bisherigen Ersten Beigeord­neten, Thorsten Paulus­sen, die damit verbundenen Ver­än­de­rungen in der Verwaltung, die aktuellen Stellenausschrei­bun­gen sowie die bevorste­hen­de Haushalts­sicherung ebenso Themenschwerpunkte, wie das »Erlebnis« der Ratssitzung als Zuschauer:  Schlechte Akustik, leise und dadurch unverständli­che Kommentare prägten die Sitzung. Auffällig waren die nach dem jeweiligen Wortbeitrag wertenden Kommentierungen des Bürgermeisters zu den Ausführungen von CDU und »Aufbruch C«.

Neben der schlechten Akustik war für die Zuschauer das Prozedere lang­wei­lig, gemäß Vorlage abzustim­men. Wer zuvor nicht auch die Ausschuss­sit­zun­gen besucht oder öffentliche Vorlagen gele­sen hatte, wurde bei den Them­en quasi außen vor gelassen.

Unsere Vereinsmitglieder wurden neben den Themen »Mietzu­schuss für Neubau Kita Maß­bruch«, »Bau-Turbo«, »Entgeld- Nutzungsverordnung im Haus des Gastes« auch noch einmal ausführlich über die Thematik »Bau von Windkraftanlagen« informiert. Die Fraktion »Aufbruch C« hatte diesbezüglich einen Antrag eingebracht. Für eine Thematisierung sah der Rat jedoch keine Veranlassung, weil aktuell  - so die Verwaltung - keine entsprechenden Bauanträ­ge vorliegen würden. 

Noch sehr gut in Erinnerung war der Aktionismus der CO-Frakti­ons-Vorsitzenden Monika Beck­mann von den Grünen, die bei der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft/ Stadt­­entwicklung und des Bauausschusses in der letzten Legislatur verkündete, sie habe durch die am Abend zuvor vorgenommene Abgabe ihrer Anteile sichergestellt, dass bei den Grünen keine Befangenheit vorliegen würde und sie mit abstimmen dürfe.

Abgesehen vom aus unserer Sicht ethisch verwerflichen Ver­hal­ten, bezweifeln wir auch, dass diese Vorgehensweise einer rechtlichen Prüfung standgehal­ten hätte, da die Satzung der BELA in diesem Fall vorsieht, dass zuvor in einer Vorstandssitzung über die Übertragung der Anteile zu befinden ist. Und dass eine solche Sitzung am Abend zuvor ebenfalls noch kurzfristig stattge­fun­den hat, bezweifeln wir wei­ter­hin. Der Vorgang insgesamt zeigt jedoch­, welche Mittel und Wege die Grünen einzuschlagen bereit sind, wenn sie sich für ihre Themen Vorteile erhoffen.

Die Teilnehmer der Mitglieder­versammlung waren sich jeden­falls darüber einig, dass die Entwicklungen weiter im Auge zu behalten sind, auch wenn die Grünen in der Ratssitzung diesmal zum Thema Windkraft geschwiegen haben und der Antrag nach einer Kommentie­rung des Bürgermeisters in die Ausschüsse verwiesen wurde.

Der Abend und die Versamm­lung endete mit einem gemein­samen Essen und weiteren Gesprächen zu den politischen Entwicklungen in Lage. Die FWG-BBL wird weiterhin als Beobachter mit langjähriger Erfahrung in diesem Bereich aktiv bleiben.

 

 

Eine Änderung der Friedhofssatzung macht's möglich: Bello darf Frauchen an der kurzen Leine zum Grab von Herrchen begleiten. Text & Montage: Hajo Gärtner

Hunde erlaubt

Lage. Besucher können ihre vierbeinigen Begleiter bald mit auf den Friedhof nehmen; voraus­gesetzt, sie nehmen ihn an die kurze Leine und halten sich an die Gehwege. Die geplante Änderung der Friedhofssatzung macht's möglich. Sie wurde in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses diskutiert, wird dann im Haupt­aus­­schuss ver­han­delt und schließlich in der Ratssitzung am 21. Mai beschlos­sen. Das Stimmungsbild ist eindeutig: Alle, ausnahmslos alle Aus­schuss­mitglieder stimmten für die neue liberale Regelung. Eine seltene Ein­­mütigkeit in der Lagenser politischen Szene: keine Gegen­stimme, keine Enthaltung. 

Vorgeschichte:

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