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Es muss gespart werden: Eine Konsolidierung des Langenser Haushaltes ist dringend erforderlich, um ein 10-Millionen-Euro-Loch zuzuschütten. Nun machen die Grünen überraschend einen Sparvorschlag. Montage: Gärtner
Kombi-Bad statt Millionen-Grab
Die Grünen wenden sich gegen eine 15-Millionen-Euro-Investition ins Hallenbad am Werreanger
Von Hajo Gärtner
Lage. Den Grünen sagt man in Lage nach, dass sie gern die Spendierhosen anziehen, wenn es um Energiewende, Abwehr des Klimawandels und soziale Wohltaten geht. Eine Spendierhose nimmt sich allerdings unfreiwillig komisch aus, wenn nur Schuldscheine die Taschen füllen. Da macht eine bescheidene Arbeitshose doch die bessere Figur. Deshalb schlagen die Grünen vor, die hochfliegenden Hallenbad-Visionen zurück auf die Erde zu holen. Da staunt sogar die »geizige« AfD.
So beantragen die Grünen, »vor einer endgültigen Beschlussfassung über die Beantragung von Fördermitteln beziehungsweise über die geplante Sanierung des bestehenden Hallenbades, die zukünftige Bäderstruktur der Stadt Lage, insbesondere im Kernstadtbereich, nochmals umfassend, ergebnisoffen und unter langfristigen wirtschaftlichen Gesichtspunkten im Sportausschuss zu beraten.« Im Blick haben sie dabei einen dicken Haushaltsposten: Die derzeit diskutierte Sanierung würde Investitionen von rund 15 Millionen Euro erforderlich machen.
Das ist eine Menge Holz, wenn man auf ein Haushaltsloch von rund 10 Millionen Euro blickt. Die Grünen stellen der teuren Sanierung des bestehenden Hallenbades, bei der für das Freibad ja noch gar nichts getan würde, den Neubau eines Kombibades gegenüber.
Schulen und Vereine könnten vom Kombibad profitieren, Schwimmkurse ließen sich besser organisieren und der öffentliche Badebetrieb wäre kontinuierlich gewährleistet. Die Grünen wären nicht die Grünen, wenn sie in ihrem Antrag neben den sozialen nicht auch ökologischen Potenziale entfalten wollten.
»Aus zwei mach eins«: Dieses Motto könnte die Problemlage vereinfachen. Hingegen: »Eine reine Hallenbadsanierung würde das grundlegende Problem nicht vollständig lösen. Sie würde lediglich einen Standort modernisieren, während der Investitionsbedarf des Freibades weiterhin bestehen bliebe.« Vor diesem Hintergrund erscheine es sinnvoll und verantwortungsbewusst, vor einer endgültigen Festlegung nochmals intensiv zu prüfen, ob die Errichtung eines modernen Kombibades am Standort des Freibades langfristig die wirtschaftlichere und zukunftsfähigere Lösung darstellen könnte.
Die Grünen listen die Vorteile eines solchen Kombibades auf:
- Hallen- und Freibadbetrieb zusammenführen
- Doppelstrukturen abbauen
- Betriebs- und Unterhaltungskosten reduzieren
- moderne energieeffiziente Technik nutzen
- Personal effizienter einsetzen
- Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität verbessern
- sowie neue städtebauliche und ökologische Chancen im Zusammenhang mit der Renaturierung der Werre eröffnen.
»Zudem könnte ein Neubau am Freibadstandort errichtet werden, während der Betrieb des bestehenden Hallenbades zunächst weiterläuft. Bei einer Sanierung des Hallenbades wäre dagegen nach jetzigem Planungsstand voraussichtlich eine mehrjährige Schließung notwendig, mit erheblichen Auswirkungen auf Schulen, Vereine, Schwimmkurse und den öffentlichen Badebetrieb.
Uwe Detert von der AfD gefällt der Grünen-Antrag und er räumt ein, positiv überrascht worden zu sein. Aber die AfD wäre nicht die AfD, wenn sie nicht einen Pferdefuß im Hintergrund entdecken würde. 
Sieht doch richtig schick aus, die Herderstraße im Eingangsbereich neben dem REWE-Lebensmittelmarkt. Das zweite Teilstück ist gar nicht einsehbar und wird nur von Anwohnern selbst genutzt, die mit dem Straßenzustand gut leben können.
Das Geschenk, das keiner will
Im Ortsteil Hörste ist die Stimmung hochgekocht, weil die Stadt den Endausbau eines Stichweges zur Teutoburger-Wald-Straße plant. Auf die Anwohner kämen gewaltige Kosten zu. Das gleiche Problem stellt sich an der Herderstraße im Ortsteil Hardissen.
Von Hajo Gärtner (Text & Fotos)
Lage-Hardissen. »Wie soll ich das bezahlen?«, klagt eine Anwohnerin aus der Herderstraße, die gerade vom Einkauf aus dem nahegelegenen REWE-Mark nach Hause zurückkehrt. Es geht um den Plan, dass die Stadt die Herderstraße ausbaut (»Endausbau«) und zu dem Zweck die Anwohner zur Kasse bittet. Die rüstige Seniorin, die mit ihrem Rollator alle Pfützen der löchrigen Straße umfährt und den Parcours souverän meistert, hat sich mit dem Thema genau geschäftigt. »Ein Nachbar soll 26.000 Euro bezahlen, ein anderer 14.000«. Sie habe auch schon die Summe 40.000 Euro gehört. Es gehe insgesamt um mehr als eine halbe Million Euro, die unter den Anwohnern verteilt werden sollen: als Beitrag für die Straßensanierung.
»Wir wollen das nicht. Da sind sich alle Anwohner einig. Wir haben schon Unterschriften gesammelt und schalten einen Anwalt ein.« Es gehe auch nicht: »Ich bin über 70. Wer soll mir denn noch einen Kredit geben? Und wie soll ich den zurückzahlen?« Das Leben werde immer teurer.
Besonders gekniffen sei der Besitzer eines Eckhauses . Der habe sein Haus vor einem Jahr gebaut. Eigentlich gehöre es zur Gebrüder-Grimm-Straße. Aber da er die Herderstraße für seine Einfahrt braucht, sei er mit einer hohen fünfstelligen Summe dabei. Die Zahlungspflicht hänge ja immer von der Grundstücksgröße ab.
Dabei sieht die Straße gar nicht schlimm aus: Den Eingangsbereich hat REWE auf eigene Kosten hübsch ausgestaltet. Hauptsächlich fürs Image. Kunden und Zulieferer erreichen den Lebensmittelmarkt komfortabel von der Lückhauser Straße her. Dann gelangen sie auf einen großzügig geschnittenen Parkplatz.
Das zweite Teilstück der Herderstraße, an dem die Wohnhäuser stehen, könnte eine Überarbeitung gebrauchen. Aber: »Die Straße sah doch schon 1994 genau so aus, als ich hier eingezogen bin«, berichtet eine zweite Anwohnerin. »Warum soll das jetzt verändert werden?« Lenni (Foto) freut sich über jede Pfütze, aus der er Wasser schlappern kann. So ein Gassi macht schließlich Durst.
Die Herderstraße wird nach meiner Einschätzung bald für mehr Schlagzeilen sorgen, als sie Schlaglöcher hat. Vor allem, wenn sich die Stadt im Lagenser Westend (Stichweg zur Teutoburger-Wald-Straße) mit einem Moratorium entgegenkommend zeigen sollte. Warum dann nicht auch im Lagenser Osten? Ich kann nicht einsehen, warum man eine Straße nicht einfach so belässt, wie die Anwohner das wünschen. Vor allem, wenn niemand sie nutzt außer ihnen selbst. Das ist in der Herder-Sackgasse vollkommen der Fall. Ich mache doch niemandem ein Geschenk, das er nicht haben will und obendrein auch noch bezahlen soll.
Literarischer Abend
Martina Bergmann begeisterte mit ihrem neuen Roman
Von Michael Biermann
Lage. Am Samstag, 9. Mai, verwandelte sich das Kulturzentrum Technikum in einen Ort voller literarischer Nostalgie und lebendiger Erzählkunst. Auf Einladung des Fördervereins Stadtbücherei Lage freuten sich 40 interessierte Gäste auf eine besondere Lesung mit der bekannten Autorin Martina Bergmann.
Junge Gesichter und ein frischer Sound sind das Markenzeichen des Chores »Soundtrack Lage«. Im Bild der neue Vorstand.
Neue Impulse
Lage. Bewährte Kräfte und neue Gesichter im Vorstand als Ergebnis der diesjährigen Mitgliederversammlung des Vereins „Soundtrack Lage“. Neben einem Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr stand vor allem die Wahl des Vorstands im Mittelpunkt. Dabei wurden die erste Vorsitzende Yvonne Bruns sowie die zweite Vorsitzende Maren Milbredt erneut in ihren Ämtern bestätigt. Die Wiederwahl zeigt das Vertrauen der Mitglieder in die bisherige Arbeit und sorgt für Kontinuität in der Vereinsführung. Ganzer Artikel ⇒
Im Rahmen einer schicken Gala ehrte die Stadt ihre herausragenden Sportler. Fotos: Stadt Lage
80 Aktive sind Gesicht des Sports
Lage. Die Stadt Lage ehrte ihre erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in der Aula des Schulzentrums Werreanger.
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Es mangelt nicht an Nachwuchs.
Bürgermeister Matthias Kalkreuter und Klimaschutzmanagerin Anja Wiesner laden zum großen gemeinsamen Radeln ein: eine Werbeaktion für den Umstieg vom vierrädrigen Benzinverbrenner auf den zweirädrigen Kalorienverbrenner.
Kalorien verbrennen
Stadt organisiert Teilnahme an kreisweiter Radelaktion
Lage. Vom 17. Mai bis 6. Juni heißt es auch in Lage wieder: Fahrräder raus und gemeinsam für ein gutes Klima in die Pedale treten! Der diesjährige Aktionszeitraum des Stadtradelns startet am Sonntag, 17. Mai, mit einer kreisweiten Auftakttour: Ziel Bad Salzuflen. Treffpunkt für alle, die an der Sternfahrt teilnehmen möchten, ist um 11.45 Uhr der Bürgerpark an der Eichenallee. Dort reihen sich die Pedalritter in die Sternfahrt der ADFC-Gruppe aus Detmold ein, die um 11 Uhr in Detmold startet und gemeinsam zur offiziellen Auftaktveranstaltung nach Bad Salzuflen auf den Salzhof führt. Weitere Informationen zur Sternfahrt ⇒ sind online beim ADFC verfügbar.
In Lage wird der Start aktiv zelebriert: Am Montag, 18. Mai, beginnt eine gemeinsame Auftakttour mit Bürgermeister Matthias Kalkreuter um 16 Uhr am Marktplatz (Treffpunkt vor dem Historischen Rathaus) . Entlang von Teilen der Rübenroute sind alle Radbegeisterten aufgerufen, gemeinsam mit dem Stadtoberhaupt in die Pedale zu treten und so in Lage ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Mobilität zu setzen. Die schon registrierten Einzelteilnehmer und Gruppen des Stadtradelns sowie weitere Interessierte sind herzlich eingeladen, dabei zu sein. Die Rückkehr ist für 18 Uhr geplant. Dann haben die Radler eine 20 Kilometer lange Strecke bewältigt, die keine großen Höhenmeter enthält. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke erfolgt eine Rast zum Eisessen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
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Renate Müller wird stellvertretende Behindertenbeauftragte der Stadt Lage







