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Ein Trio plant den Aufbruch: Ferdinand Schmedding, Andreas Epp und Dr. Andreas Levermann (von links). Foto: »Aufbruch C«
»Aufbruch C« will expandieren
Lage/Kreis Lippe. Die christliche Partei will wachsen: Deshalb sollen weitere Ortsverbände in Lippe gegründet werden. Auf dem Parteitag hat der Vorstand am Wochenende seine Strategie vorgestellt. »Dies ist eine konsequente Fortführung des Plans, in ganz Lippe menschliche Politik unter dem Leitmotiv der Nächstenliebe in den Kommunen und - ab 2030 als Fraktion im Kreistag - umzusetzen«, erläutert Bundesvorsitzender Andreas Epp. Aufbruch C strebe in den nächsten 12 Monaten die Gründung von Ortsverbänden mindestens in Leopoldshöhe, Horn-Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Blomberg, Dörentrup, Kalletal, Barntrup und Oerlinghausen an. In einigen dieser Orte gebe es bereits erste aktive Mitglieder.
Politikinteressierte können sich direkt an den Vorstand wenden. Besonders freue sich der Vorstand auf junge Lipperinnen und Lipper, die gerne aktiv politische und gesellschaftliche Verantwortung in Stadträten und Fachausschüssen übernehmen möchten, so Andreas Epp.
Auf dem Parteitag der Mitgliederversammlung von »Aufbruch C« vom Wochenende stellte sich der Vorstand zur Wahl. Im Amt bestätigt wurden Andreas Epp als Bundesvorsitzender und Dr. Andreas Levermann als sein Stellvertreter.
Vorstandsmitglied Stefan Zibart gibt sein Partei-Amt als Schatzmeister auf, um sich stärker auf seine kommunalpolitische Arbeit in Lage zu konzentrieren. Zwei Kandidaten standen als seine Nachfolger im Amt des Bundes-Schatzmeisters zur Auswahl. In geheimer Wahl setzte sich Ferdinand Schmedding durch: »ein erfahrener, hochengagierter Politiker, der die Arbeit des Vorstandes nachhaltig bereichern wird«, sagt Andreas Epp und ist sichtlich stolz auf seine »Neuerwerbung«.
Die Haushaltslage ist so prekär, dass überall gespart werden muss. Auch wenn es an einigen Stellen wehtut. Die Fraktionen beziehen gegenüber dem vorgeschlagenen Sparhaushalt von Kämmerer Uwe Aust unterschiedliche Positionen: Eine breite Mehrheit ist nicht einverstanden. Ein überparteilicher Arbeitskreis soll die Lösung finden. Text & Montage: Hajo Gärtner
Hauen und Stechen um Haushalt
Lage. Die AfD erhebt die lauteste Proteststimme gegen den Haushaltsvorschlag von Kämmerer Uwe Aust. CDU, Aufbruch C und FDP zeigen sich ebenfalls nicht einverstanden. Grüne und SPD weisen die Kritik an der Verwaltung als unproduktiv zurück und verlangen konstruktive Vorschläge.

Brrr, ist das kalt, wenn die Heizung abgestellt ist. Draußen ist's wärmer. Aber noch habe ich mich nicht in einen Eisblock verwandelt wie im Film "Frozen Teacher", den ich seinerzeit mit Schülern des Grabbe-Gymnasiums Detmold gedreht habe (Minute 2:00). Eine treffliche Vision dessen, was mir gut zehn Jahre später von den Stadtwerken her drohen würde. Hier geht's zum Videoclip ⇒
Der Tragödie zweiter Teil
Aus Low mach High - mein Erlebnis der Stadtwerke
Eine Glosse von Hajo Gärtner
Klingt gut: Statt Low-Gas soll nach der Umstellung Ende April High-Gas in meine Gastherme strömen und mein Haus effektiver erwärmen. Denn im High-Gas steckt angeblich mehr Energie als in der bisherigen Low-Variante der Gaslieferung. Aber: Bei mir wird gar nichts fließen, weil der Stadtwerke-Monteur, nachdem er einen Stecker abgebrochen hatte, die Heizung für defekt erklärte und mit einem Vorhängeschloss gegen jeden Zugriff und Gebrauch sicherte. Er werde zu gegebener Zeit wiederkommen und die Therme aufschließen, versprach er.
Dann ward er nicht mehr gesehen.
Hier der Tragödie erster Teil ⇒
Charlotte Pelgen, Ukelele-Virtuosin, musiziert zusammen mit David Lübke, der sich vorgenommen hat, dem Lagenser Publikum die deutsche Liedermacher-Szene vorzustellen. Foto: Sandra Ludewig
Die Welt der Liedermacher
Lage. Musikschulleiter Stefan Albrecht und der Musiker David Lübke haben die Köpfe zusammengesteckt und einen Plan ausgeheckt: Im Ergebnis startet eine neue Konzertreihe „Lagenser Song Frühling“ am Freitag, 24. April, um 19.30 Uhr im Technikum, da wo die Kultur zu Hause ist.
Der „Lagenser Song Frühling“ präsentiert in Lage erstmalig das facettenreiche Songwriter-Genre und konnte mit David Lübke einen etablierten Künstler der deutschen Liedermacher-Szene gewinnen, der dem Publikum eine handverlesene Auswahl an befreundeten Künstlerinnen und Künstlern präsentieren und durch das Programm führen wird.
Der Vereinsvorstand von links: Siegfried Reker (Kassenwart), Corinna Kottmann und Anton Volk (Beisitzer), Klaus Schmiedekamp (2. Vorsitzender), Angelika Schapeler-Richter (1. Vorsitzende), Wolfgang Brehm und Günther Meier (Kassenprüfer).
FWG-BBL-Verein
bleibt wachsam
Von Angelika Schapeler-Richter
Lage. Die Mitgliederversammlung 2026 des FWG-BBL-Vereins stand unter einem anderen Blickwinkel als in den Jahren zuvor, da FWG-BBL als Partei auftrat.
Als Erste Vorsitzende des Vereins und vorherige Fraktionsvorsitzende habe ich die Vereinsmitglieder über aktuelle Entwicklungen und Themen der Ratssitzung im März informiert. So wurden der Weggang des bisherigen Ersten Beigeordneten, Thorsten Paulussen, die damit verbundenen Veränderungen in der Verwaltung, die aktuellen Stellenausschreibungen sowie die bevorstehende Haushaltssicherung ebenso Themenschwerpunkte, wie das »Erlebnis« der Ratssitzung als Zuschauer: Schlechte Akustik, leise und dadurch unverständliche Kommentare prägten die Sitzung. Auffällig waren die nach dem jeweiligen Wortbeitrag wertenden Kommentierungen des Bürgermeisters zu den Ausführungen von CDU und »Aufbruch C«.
Neben der schlechten Akustik war für die Zuschauer das Prozedere langweilig, gemäß Vorlage abzustimmen. Wer zuvor nicht auch die Ausschusssitzungen besucht oder öffentliche Vorlagen gelesen hatte, wurde bei den Themen quasi außen vor gelassen.
Unsere Vereinsmitglieder wurden neben den Themen »Mietzuschuss für Neubau Kita Maßbruch«, »Bau-Turbo«, »Entgeld- Nutzungsverordnung im Haus des Gastes« auch noch einmal ausführlich über die Thematik »Bau von Windkraftanlagen« informiert. Die Fraktion »Aufbruch C« hatte diesbezüglich einen Antrag eingebracht. Für eine Thematisierung sah der Rat jedoch keine Veranlassung, weil aktuell - so die Verwaltung - keine entsprechenden Bauanträge vorliegen würden.
Noch sehr gut in Erinnerung war der Aktionismus der CO-Fraktions-Vorsitzenden Monika Beckmann von den Grünen, die bei der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft/ Stadtentwicklung und des Bauausschusses in der letzten Legislatur verkündete, sie habe durch die am Abend zuvor vorgenommene Abgabe ihrer Anteile sichergestellt, dass bei den Grünen keine Befangenheit vorliegen würde und sie mit abstimmen dürfe.
Abgesehen vom aus unserer Sicht ethisch verwerflichen Verhalten, bezweifeln wir auch, dass diese Vorgehensweise einer rechtlichen Prüfung standgehalten hätte, da die Satzung der BELA in diesem Fall vorsieht, dass zuvor in einer Vorstandssitzung über die Übertragung der Anteile zu befinden ist. Und dass eine solche Sitzung am Abend zuvor ebenfalls noch kurzfristig stattgefunden hat, bezweifeln wir weiterhin. Der Vorgang insgesamt zeigt jedoch, welche Mittel und Wege die Grünen einzuschlagen bereit sind, wenn sie sich für ihre Themen Vorteile erhoffen.
Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung waren sich jedenfalls darüber einig, dass die Entwicklungen weiter im Auge zu behalten sind, auch wenn die Grünen in der Ratssitzung diesmal zum Thema Windkraft geschwiegen haben und der Antrag nach einer Kommentierung des Bürgermeisters in die Ausschüsse verwiesen wurde.
Der Abend und die Versammlung endete mit einem gemeinsamen Essen und weiteren Gesprächen zu den politischen Entwicklungen in Lage. Die FWG-BBL wird weiterhin als Beobachter mit langjähriger Erfahrung in diesem Bereich aktiv bleiben.
Eine Änderung der Friedhofssatzung macht's möglich: Bello darf Frauchen an der kurzen Leine zum Grab von Herrchen begleiten. Text & Montage: Hajo Gärtner
Hunde erlaubt
Lage. Besucher können ihre vierbeinigen Begleiter bald mit auf den Friedhof nehmen; vorausgesetzt, sie nehmen ihn an die kurze Leine und halten sich an die Gehwege. Die geplante Änderung der Friedhofssatzung macht's möglich. Sie wurde in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses diskutiert, wird dann im Hauptausschuss verhandelt und schließlich in der Ratssitzung am 21. Mai beschlossen. Das Stimmungsbild ist eindeutig: Alle, ausnahmslos alle Ausschussmitglieder stimmten für die neue liberale Regelung. Eine seltene Einmütigkeit in der Lagenser politischen Szene: keine Gegenstimme, keine Enthaltung.





