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Neue Gesichter im "KlimaPakt:" Die Vertreter von „Ackervielfalt“ Daniel Weckner, Nils Roitsch sowie Wiebke Brinkmann Roitsch und Tobias Priß (von links). Foto: Kreis Lippe
Agroforst statt Aggrofrust
Auf dem Gelände der »Ackervielfalt« wächst die Zukunft in Gestalt von 100 Bäumen und viel Obst
Von Hajo Gärtner (Text & Montage)
Lage-Hagen. »Agroforstwirtschaft« klingt ein bisschen nach Landwirtschaft mit Aggressionspotenzial. „Agro“ – da denkt man spontan an große Maschinen, staubige Äcker und Bauern, die ihrem Traktor Beine machen. Doch weit gefehlt! Hier geht es nicht um die harte Tour, sondern um das genaue Gegenteil: Die Natur soll möglichst schonend behandelt werden. Statt ihr die letzten Kräfte aus dem Boden zu ziehen, wird sie aufgepäppelt. Und zwar nachhaltig.
Wie das funktioniert, zeigt die Solidarische Landwirtschaft „Ackervielfalt eG“ aus Lage-Hagen. Sie ist dem KlimaPakt Lippe beigetreten und beweist auf ihren Äckern, dass Gemüse und Bäume durchaus miteinander können. Während andernorts noch darüber diskutiert wird, wie sich Landwirtschaft und Klimaschutz unter einen Hut bringen lassen, wächst hier bereits eine Lösung heran – mit Wurzeln, Blättern und ziemlich viel Zukunft.
Das Zauberwort heißt »Agroforstwirtschaft«. Dahinter verbirgt sich ein Landnutzungssystem, bei dem Bäume und Sträucher mit Ackerbau, Gemüseanbau oder Tierhaltung kombiniert werden. Auf dem Gelände der Ackervielfalt stehen dafür 100 Bäume, die sage und schreibe 19 Obstarten tragen. Ein kleiner botanischer Garten also, der nicht nur hübsch aussieht, sondern auch etwas leistet: Die Bäume spenden Schatten, halten Wasser im Boden und schaffen Lebensräume für zahlreiche Arten. Und irgendwann gibt es obendrein etwas zu ernten. Natur und Mensch profitieren – eine Win-win-Situation, wie sie im Buche steht. Oder besser: im Obstbaum hängt.
»Wir bewirtschaften unsere Fläche regenerativ und bauen Boden auf, statt ihn auszulaugen«, freut sich Wiebke Brinkmann Roitsch von der Genossenschaft. Aus den 100 Bäumen wachse Schritt für Schritt eine Klimalandschaft heran. Das klingt nach einem Projekt, bei dem die Natur nicht länger nur liefern muss, sondern selbst etwas zurückbekommt. Und das ganz ohne komplizierte Vertragsverhandlungen mit dem Wettergott.
Wer jetzt glaubt, nachhaltige Landwirtschaft sei eine staubtrockene Angelegenheit, sollte den Entdeckerpfad der »Ackervielfalt« besuchen. Dort erfahren Kinder und Erwachsene spielerisch, wie Gemüse, Bäume und Artenvielfalt zusammenspielen. Wer genau hinschaut, kann dabei einiges lernen – und vielleicht sogar Ideen für den eigenen Garten mit nach Hause nehmen. Denn Klimaschutz muss nicht immer mit großen Gipfeltreffen und langen Reden beginnen. Manchmal reicht schon ein Beet, das etwas klüger angelegt ist.
Auch der Verein »AckerBildung« und das regionale Bildungsprojekt »Zukunft pflanzen« helfen dabei, das Wissen über nachhaltigen Anbau und gemeinschaftliches Wirtschaften weiterzugeben. Die »Ackervielfalt« zeigt damit, dass Landwirtschaft nicht nur Pflanzen, sondern auch Wissen wachsen lassen kann. Und das ist bekanntlich ein Rohstoff, der sich beliebig vermehren lässt.
Dass die Genossenschaft nun zum »KlimaPakt Lippe« gehört, passt deshalb bestens ins Konzept. »Die Genossenschaft zeigt, wie das Motto des KlimaPakts – ‚Handeln – Teilen – Nutzen‘ – mit Leben gefüllt werden kann«, betont Tobias Priß vom »KlimaPakt«. Regionale und saisonale Produkte seien gut fürs Klima und letztlich auch für die Verbraucher. Kurze Wege, frische Lebensmittel und ein bewusster Umgang mit Ressourcen: Das klingt vernünftig und schmeckt im Idealfall auch noch.
Die »Ackervielfalt« macht also vor, wie Klimaschutz auf dem Acker funktionieren kann. Und falls sich jemand über den Namen Agroforstwirtschaft weiterhin wundert: Aggressiv ist hier höchstens das Wachstum im Frühjahr. Ansonsten gilt das freundliche Prinzip: Bäume pflanzen, Boden pflegen, Vielfalt ernten. Wenn das keine friedliche Revolution auf dem Acker ist! Weitere Informationen zum KlimaPakt Lippe gibt es unter www.klimapakt-lippe.de.
Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr: Nicht viel los in der Lagenser City. Doch das Bild der Webcam des Stadtmarketings trügt: Nieselregen trübt zwar den Spaß an "draußen und umsonst", treibt das Publikum aber in die Geschäfte und zum Kunsthandwerk im Bürgerhaus. Dort ist es rappelvoll, ganz nach dem Geschmack der Händler und Verkäufer. Mode von "Schlichting" und "Ernstings Family" geht immer, genauso wie Gesundheitsartikel bei "Rossmann" (kleines Foto).
Herbstgefühle mit nassen Füßen
Wer dem Schietwetter trotzte, wurde mit Kunsthandwerk belohnt
Von Hajo Gärtner (Text & Montage)
Lage. Wenn draußen der Herbst den Regenhahn aufdreht, könnte man meinen, in der City herrsche tote Hose. Doch weit gefehlt! Beim verkaufsoffenen Sonntag in Lage zeigte sich: Laufkundschaft und Sehleute ließen sich die Lust auf einen Bummel nicht völlig verregnen.
Das Motto „Herbstgefühle“ war schließlich Programm – wenn auch mit einem leicht feuchten Beigeschmack. Wer bei dem Wetter vor die Tür ging, bewies jedenfalls Charakter, eine gewisse Shopping-Leidenschaft und hatte vermutlich eine brauchbare Regenjacke. In der Bergstraße und im Bürgerhaus warteten Kunsthandwerker mit liebevoll gefertigten Unikaten, originellen Geschenkideen und allerlei Schönem für die eigenen vier Wände. Hier durfte gestöbert, gestaunt und gefachsimpelt werden. Und wer nichts kaufte, konnte sich immerhin mit der beruhigenden Erkenntnis trösten, dass man sich einen Durchblick geschaffen hat.
Auch an die jüngsten Besucher war gedacht. An einer Malstation konnten die Kids ihrer Fantasie freien Lauf lassen und eigene Kunstwerke erschaffen. Kreativ wurde es auch bei der „Malerischen Auszeit“ zur Mittagszeit. Hier konnten Besucher Keramik nach ihren eigenen Vorstellungen bemalen und individuelle Lieblingsstücke gestalten. Wer sich vorher über die Internetseite des Stadtmarketing einen Platz gesichert hatte, war auf der sicheren Seite. Kurzentschlossene konnten ebenfalls ihr Glück versuchen und spontan im Bürgerhaus vorbeischauen. Denn manchmal muss man im Leben einfach Farbe bekennen – und damit einen Keramikbecher verzieren.
Natürlich durfte auch die volkstümliche Kulinarik nicht fehlen. Schließlich macht ein Rundgang bei Schmuddelwetter hungrig, selbst wenn er über die Länge einer Platzrunde nicht hinauskommt. An den Marktständen lockten Pickert vom Pickert-Mädel, frisch zubereitete Crêpes und Leberkäse. Dazu gesellte sich die unverzichtbare „Mantaplatte“ aus Currywurst und Pommes. Damit war auch an diejenigen gedacht, die beim Stichwort Herbstgefühle weniger buntes Laub vor Augen haben und auf einen kräftigenden Schub Kalorien aus sind.
Die Malteser-Jugend Lage brachte ihre Feldküche mit und servierte einen leckeren Eintopf. Bei den Temperaturen genau das Richtige: heiß, herzhaft und bestens geeignet, um kalte Hände und knurrende Mägen wieder auf Betriebstemperatur zu bringen. Wer sich anschließend noch einmal hinauswagte, konnte sich zumindest einreden, der zweite Rundgang diene der Verdauung.
Dirk Schneider inmitten seiner "Eisenbahnfreunde Lippe" (mit Strohhut und Sonnenbrille) bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen der Jugendgruppe.
Rangierdiplom mit Augenzwinkern
Die Eisenbahnfreunde Lippe lieben ihr Hobby: Konstruktion ganzer Welten entlang verschlungener Schienenwege
Von Hajo Gärtner (Text & Foto)
Lage. Drei Generationen Vereinsgeschichte und jede Menge Leidenschaft für kleine Loks: Die Eisenbahnfreunde Lippe sind längst mehr als eine Gruppe von Menschen, die gerne Züge im Kreis fahren lassen. Im Verein treffen Eisenbahngeschichte, Technik, Modellbau und Nachwuchsarbeit aufeinander. Un zwar im schicken und originellen Vereinsheim im historischen Ehlenbrucher Bahnhof. Über Ausstellungen, Kalender, Rangierdiplome, Modellbahnbasare und die große Faszination für die kleine Welt spreche ich mit dem Vereinsvorsitzender Dirk Schneider.
Stolz auf seine Schülerinnen: Wolfgang Somsen, Bio-Lehrer an der Freiligrath-Realschule. Die haben nicht nur tolle Entwürfe für die Erweiterung des Gewässer-Lehrpfades rund um den Werreanger produziert (mit interaktiven Elementen), sondern ihr Projekt der Öffentlichkeit gekonnt vorgestellt. Zum Beispiel das Dreh-Element (Würfel) in der Info-Tafel „Durchgängigkeit“ oder Klapp-Elemente in den beiden anderen „Plakaten“.
Fische gucken statt Wasser schlucken
Schüler der Freiligrath-Realschule präsentieren die Ergebnisse ihrer Forschungen zur Werre-Wasserqualität
Von Hajo Gärtner (Text & Fotos)
Lage. Wer in der Werre baden will, sollte gut schwimmen können. Und wer versucht ist, das Werre-Wasser zu trinken, sollte vorher vielleicht einen Schluck Vernunft zu sich nehmen. Denn so idyllisch der Fluss auch durch Lage plätschert: Zum Mineralwasser für lau reicht es bei weitem nicht. Wie es um die Wasserqualität tatsächlich bestellt ist, wissen die Zehntklässler der Freiligrath-Realschule. Sie haben der Werre gründlich auf den Zahn gefühlt – wobei Zähne im Wasser natürlich nicht unbedingt die beste Untersuchungsmethode sind. Deshalb gibt es Pipetten und Co.
Aktuelles Thema bei den "Lesezwergen": die Plastikziegen im Rethlager Bachtal. Autorin Carolin Jenkner-Kruel erzählt die neueste Geschichte von Milan und Leandra, und natürlich stimmen alle vorher das neue "Lage-Lied" an.
Begegnung mit lustigen Tieren
Milan und Leander untersuchen die Plastikziegen
im Rethlager Bachtal
Von Carolin Jenkner-Kruel
Lage. Die großen Ziegenskulpturen im Naturschutzgebiet Rethlager Bachtal sorgen derzeit in Lage für reichlich Gesprächsstoff. Kunst oder Müll? Jetzt haben auch Milan und Leandra sie entdeckt - in einer neuen Geschichte aus Lage.
Was die beiden Geschichtenhelden von den Ziegen halten und was das Ganze ausgerechnet mit Zimmeraufräumen zu tun hat, erfahren Kinder zwischen 4 und 8 Jahren und ihre erwachsenen Begleitpersonen bei der nächsten Lesung der Lagenser Lesezwerge am Mittwoch, 4. November, ab 16 Uhr in der Stadtbücherei Lage.
Wie gewohnt startet der Nachmittag mit dem „Lage-Lied“ zum Mitsingen. Nach der Geschichte wird gemeinsam gebastelt, sodass alle Kinder eine kleine Erinnerung mit nach Hause nehmen können. Die Veranstaltungsreihe wird vom Förderverein Stadtbücherei Lage organisiert und gefördert. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Verleger Hans C. Jacobs, Fördervereinsvorsitzender Michael Biermann, Stadtbücherei-Leitererin Eva-Maria Allert und Kinderbuchautorin Carolin Jenkner-Kruel (hintere Reihe) sind mit der Arbeit der jungen Autoren der Schreibwerkstatt sehr zufrieden.
Robbi bereitet
das Müsli zu
Junge Schreibwerkstatt stellt Zukunftsvision vor
Text & Foto: Hajo Gärtner
Lage. Wozu braucht man leere Blätter? Richtig: damit man sie vollschreibt. Mit Einkaufszetteln, Steuererklärungen oder Liebesbriefen. Die jungen Autoren der Lagenser Stadtbücherei haben sich für etwas deutlich Spannenderes entschieden: Sie schreiben Zukunft auf. Und zwar gleich bis ins Jahr 2050.
Das Ergebnis ist ein kleines, aber feines Büchlein mit dem vielversprechenden Titel „Die Zukunft ist ein leeres Blatt“. Der Untertitel verrät, worum es geht: „Lagenser Schreibreise ins Jahr 2050“. Zehn- bis 14-Jährige haben sich auf den Weg gemacht und ihre Fantasie von der Leine gelassen. Was dabei herausgekommen ist, lässt sich in 50 Exemplaren nachlesen – so hoch ist nämlich die Auflage. Eine Rarität also, kein literarischer Blockbuster, aber eine Vision, die Beachtung verdient.
Herausgegeben hat diese Rarität der Förderverein der Stadtbücherei. Den Druck ermöglichte Verleger Hans C. Jacobs vom Lippe Verlag. Mit an Bord war außerdem die Lagenser Autorin Carolin Jenkner-Kruel; Unterstützung kam vom Programm „SchreibLand NRW“.
„Mit diesem Buch halten Sie das wunderbare Ergebnis dieses Projekts in den Händen“, schwärmt Fördervereinsvorsitzender Michael Biermann im Vorwort. Die Geschichten und Gedichte zeigten, wie viel Potenzial, Tiefgang und Erfindungsreichtum in den jungen Schreibtalenten stecke.
Das Jahr 2050 hat offenbar seine Tücken. Die Technik ist weit fortgeschritten, die künstliche Intelligenz allgegenwärtig. Aber ob damit automatisch alles besser wird, ist eine andere Frage. „Wird es wohl noch Bücher geben, oder werden wir von KI leben?“, fragt Elina Adler gleich im ersten Gedicht. Eine berechtigte Sorge. Schließlich wäre es ausgesprochen schade, wenn wir eines Tages unsere Gedichte von Maschinen schreiben und unsere Müsli-Schüsseln von Robotern füllen ließen.
Adrijana Jovanovic jedenfalls scheint von der Zukunft nicht restlos begeistert zu sein. „Nun zurück in mein Jahr, hier habe ich bessere Tage als da“, reimt sie. Die Zukunft mag vieles bieten, aber offenbar nicht unbedingt bessere Tage.
Vor allem die Roboter machen den jungen Zukunftsreisenden zu schaffen. Eigentlich sollen sie das Leben erleichtern. Doch wie so oft im Leben – und in der Technik – ist gut gemeint nicht automatisch gut gemacht. Isabell Wallbaum lässt einen Roboter ungefragt Müsli zubereiten. Das schmeckt allerdings „irgendwie nach dreckigem Stoff“. Auch das Brötchen ist keine Offenbarung, „wenn nicht sogar noch schlimmer!“ Da muss man sich fragen, ob die künstliche Intelligenz zwar die Weltformel formulieren, aber kein vernünftiges Frühstück hinbekommen wird. Auch auf dem Spielplatz haben die Blechkameraden das Kommando übernommen. Überall rennen Roboter herum. „Na los, verschwindet ihr alten Metallbüchsen“, schimpft die Erzählerin. Doch die digitalen Spielplatzbesetzer zeigen sich von der wenig diplomatischen Ansprache unbeeindruckt: „Aber sie ignorieren mich einfach.“ Selbst der Hund ist genervt. Den ganzen Vormittag und Nachmittag muss er die „Metalldinger“ verscheuchen – ohne Erfolg.
Zum Glück entpuppt sich der Spuk als böser Traum. Beim Aufwachen schwebt ein „kleiner süßer Roboter“ über dem Kopf der Erzählerin. Statt Müsli mit Textilgeschmack gibt es diesmal Freundlichkeit, Hilfe beim Waschen und Anziehen und obendrein Roboterwitze. Die Erzählerin heißt Anni, und ihr neuer Begleiter wird bald zu einem echten Freund. Sie nennt ihn liebevoll „Sit“. Plötzlich schmecken sogar die Brötchen wieder besser. Am Ende ist aus dem anfänglichen Albtraum eine innige Freundschaft geworden. „Es fühlt sich an, als wären wir Bruder und Schwester“, stellt Anni fest. Und sie ist sicher: „Ich habe ihn lieb und wir werden für immer und ewig zusammenbleiben. Nichts kann uns trennen.“
Na bitte! Wenn die Zukunft so aussieht, braucht man sich um die Menschheit vielleicht doch nicht allzu viele Sorgen zu machen. Vorausgesetzt natürlich, die Roboter lernen bis dahin noch, ordentliches Müsli zuzubereiten.
Doch die jungen Autoren wissen, dass die Zukunft nicht nur aus niedlichen Blechkameraden und glücklichen Frühstücksrunden besteht. Lasse Ohlberg entwirft ein ganz anderes Bild. In seiner Geschichte gibt es Soldaten, Kugeln und den Tod. „Sie schrie und weinte, als mehrere Kugeln den Körper ihres geliebten Mannes durchbohrten“, heißt es in einer Szene, in der die Zeit stillzustehen scheint. Hier ist nichts mehr lustig, nichts niedlich und nichts mit einem freundlichen Roboterwitz zu reparieren.
So liegen zwischen den Zukunftsbildern dieses Bändchens Welten. Die einen träumen von einer märchenhaft schönen Zukunft, wie Fynn Jesper Voedisch sie beschreibt. Andere sehen düstere Szenarien voraus, in denen Gewalt und Verlust das Leben bestimmen. Und dann gibt es noch die ganz alltäglichen Zukunftsprobleme: Wie schmeckt das Frühstück? Wie wird man die Roboter auf dem Spielplatz los? Und gibt es eigentlich noch Bücher?
Gerade darin liegt der Reiz dieser Schreibreise. Die Jugendlichen liefern keine fertigen Antworten, keine wohlfeilen Patentrezepte und erst recht keine Gebrauchsanweisung für das Jahr 2050. Sie zeigen vielmehr, dass die Zukunft noch offen ist – und dass es darauf ankommt, was wir aus ihr machen.
Das leere Blatt ist also längst nicht mehr leer. Es ist voller Ideen, Wünsche, Ängste und überraschender Einfälle. Und wer weiß: Vielleicht liest im Jahr 2050 tatsächlich noch jemand ein gedrucktes Buch. Vielleicht sogar dieses. Dann allerdings hoffentlich mit einem vernünftigen Frühstück daneben.





