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Bürgermeister Matthias Kalkreuter (jeweils links) überreichte zusammen mit Klimaschutzmanagerin Anja Wiesner (jeweils rechts) die Auszeichnungen zum Stadtradeln 2026 an die Teams mit den aktivsten Radlern (Kilometer pro Kopf), die aktivsten Teams nach Gesamtkilometern, die Einzelradler mit der höchsten Kilometerzahl sowie die besten Teams des Schulradelns (Bildreihenfolge von links oben nach rechts unten). Foto: Stadt Lage
Pedale statt PS
mehr als 110.000 Kilometer beim Stadtradeln - vierter Platz
Lage. Die Stadtgesellschaft hat beim diesjährigen Stadtradeln ein starkes Ergebnis erzielt. Vom 17. Mai bis zum 6. Juni 2026 beteiligten sich mehr als 450 Lagenser in 28 Teams an der bundesweiten Aktion und legten gemeinsam mehr als 110.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Dadurch sind rund 18 Tonnen CO₂ eingespart worden, wenn Autofahrten durch Fahrradtouren ersetzt worden sind. Bürgermeister Matthias Kalkreuter und Klimaschutzmanagerin Anja Wiesner nahmen den diesjährigen Ehrenamtstag zum Anlass, die erfolgreichsten Teilnehmer in verschiedenen Kategorien auszuzeichnen.
Farbenprächtig, stylisch und historisch: Die Eisenbahnfreunde zeigen ihren Hochglanzkalender im Bahnhof Ehlenbruch. In der ersten Reihe: Timo Roesler, Dr. Hans Jacobs und Klaus Schuler (von links); dahinter Andreas Heyden, Ralf Roesler, Dirk Schneider und Christian Schulz.
Volldampf auf zwölf Seiten
Eisenbahnfreunde Lippe stellen ihren Kalender 2027 vor
Von Hajo Gärtner (Text & Foto)
Lage. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Das gilt nicht nur für einen Staatsratsvorsitzenden, spondern manchmal auch die Fans des Eisenbahnkalenders. Denn die Eisenbahnfreunde Lippe haben ihre fünfte Kalenderauflage für 2027 wie immer mit schicken Hochglanzfotos bestückt, aber diesmal gilt: Das gute Stück ist streng limitiert. Die Strategie des knappen Gutes soll schließlich den Verkauf ankurbeln.
Das erinnert spontan an Michail Gorbatschow – nur dass es diesmal nicht um die DDR, sondern um 17 Euro und zwölf Kalenderblätter geht. Um die Nachfrage müssen sich Vorsitzender Dirk Schneider und seine Mitstreiter allerdings kaum Gedanken machen. Die bisherigen Ausgaben gingen weg wie warme Semmeln – oder, passender: wie Fahrkarten kurz vor der Abfahrt. „Es gibt halt viele Eisenbahnfreunde“, erklärt Schneider. Und die warten offenbar jedes Jahr sehnsüchtig darauf, dass sie bald wieder schicke Lokomotiven, historische Aufnahmen und jede Menge Eisenbahnromantik an die Wand hängen können.
Besonders erfreulich: Obwohl der Verein inzwischen fünf Kalender produziert hat, musste noch kein einziges Motiv recycelt werden. Die Auswahl scheint also ungefähr so groß zu sein wie die Begeisterung der Mitglieder für Schienenfahrzeuge. Für die Ausgabe 2027 reicht das Bildmaterial von 1975 bis 2026. Und natürlich kommt alles in Farbe daher – auf Hochglanz, versteht sich. Schließlich soll eine Lokomotive nicht nur dampfen oder brummen, sondern auch ordentlich glänzen. Beim Preis zeigen sich die Eisenbahnfreunde dagegen ausgesprochen bodenständig: 17 Euro kostet der Kalender, und damit bleibt der Preis unverändert. Der Erlös kommt der Jugendarbeit zugute. Gleiches gilt für die 1000 Euro Preisgeld, die der Verein beim Heimatpreis-Wettbewerb für den dritten Platz einheimste.
Mit solchen Einnahmen lassen sich dann auch schöne Vorhaben finanzieren. Zum Beispiel eine Fahrt ins Eisenbahnmuseum Bruchhausen-Vilsen. Das liegt rund 35 Kilometer südlich von Bremen im Landkreis Diepholz – also dort, wo Eisenbahnfans vermutlich schon beim Anblick eines historischen Prellbocks feuchte Augen bekommen.
Rund 60 Mitglieder zählt der vor 52 Jahren gegründete Verein inzwischen. Auch die Jugend ist längst aus den Kinderschuhen heraus: Ihre Gruppe konnte gerade den 50. Geburtstag feiern. Nachwuchssorgen scheinen bei den Eisenbahnfreunden allerdings auch auf dem Fahrplan zu stehen: wie in nahezu jedem Verein.
Wer sich selbst ein Bild machen und dabei gleich einen Kalender sichern möchte, hat dazu reichlich Gelegenheit. Beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 20. September, von 11 bis 16 Uhr am Bahnhof Ehlenbruch kann das gute Stück ebenso erworben werden wie bei den Modellbasaren am 8. November 2026 und 14. März 2027. Und wer lieber ganz gemütlich zum Bahnhof bummelt, kann den Kalender auch zu den Öffnungszeiten des Vereinsheims ergattern: montags und freitags von 19 bis 21 Uhr, mittwochs von 17 bis 19 Uhr sowie jeden ersten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr. Aber Vorsicht: Der Zug fährt nur einmal ab. Wer den Kalender haben möchte, sollte also nicht unbedingt auf den letzten Wagen setzen. 
Aschenputtel lässt grüßen
Von Hajo Gärtner
Lage. Aschenputtel kann froh sein, dass es Märchen gibt. Sonst wäre ihm vermutlich nie ein Prinz begegnet. Den sieben jungen Schauspielern im HoT am Werreanger war das allerdings ziemlich egal. Sie haben das alte Märchen kurzerhand auseinandergenommen, kräftig durchgeschüttelt und anschließend in ihre eigene Sprache übersetzt.
Herausgekommen ist eine Version, bei der weniger der goldene Schuh als vielmehr die Lachmuskeln im Mittelpunkt standen. Rund 40 Zuschauer – überwiegend Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde – erlebten eine ungewöhnliche Theateraufführung. Bühne? Fehlanzeige. Kostüme? Ebenfalls Fehlanzeige. Kulisse? Braucht kein Mensch. Zu sehen waren im Wesentlichen: sieben Köpfe. Das klingt zunächst nach einer ziemlich minimalistischen Theateridee. Ist es auch. Aber genau darin lag der Charme. Die jungen Darsteller konzentrierten sich auf das, was beim Theater manchmal zwischen Kulisse, Kostüm und Spezialeffekten verloren geht: den Text, die Stimme und die Pointe.
Dresscode Weiß, vorherrschende Emotion Gemütlichkeit, Losung: Unvergesslicher Abend.
Weiß ist Pflicht, Gemütlichkeit Kür
Von Hajo Gärtner (Text) & Mika Weiser(Fotos)
Lage. Während andernorts geplante Highlights im Regen baden gingen, hatten die Lagenser richtig Glück: Dort schien am Freitagabend die Sonne, als hätte sie persönlich einen Tisch reserviert. Spätsommerliches Kaiserwetter, ein weiß herausgeputzter Marktplatz und jede Menge Menschen, die offensichtlich eine Vorliebe für gepflegte Gemütlichkeit haben. Denn hier musste niemand auf Bullen steigen, von einer Bühne springen oder sich mit Konfetti beschießen lassen. Es genügte, einen Tisch zu reservieren, ihn hübsch herzurichten und etwas Essbares mitzubringen. Dazu nette Gesellschaft – fertig ist das Event. Man sitzt herum und hat trotzdem Spaß.
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Kreativität wird groß geschrieben im Kinderhaus "Blauer Elefant" des Kinderschutzbundes Lage. Und Umweltbewusstsein wie der nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Foto: Gärtner
Lage. Viel zu viel? Zu schade, um es einfach wegzuwerfen? Kleidung, die nicht mehr passt. Spielzeug, mit dem schon lange nicht mehr gespielt worden ist. Deko und Haushaltsdinge, die einfach nicht mehr gebraucht werden.
Im Rahmen des Projektes zum Thema "Nachhaltigkeit", zu dem die Kids eine eigene "Hauszeitung" produzieren werden, organisieren sie im "Blauen Elefanten" einen Flohmarkt (Kinderhaus an der Lemgoer Straße 98).
Wann? Am Samstag, 19. September, in der Zeit von 10 bis 16 Uhr. Eine Standgebühr fällt für die "Verkäufer" nicht an. Wer keinen eigenen Tisch mitbringen kann, bekomme einen gestellt, versprechen die Organisatoren.
Ein E-Scooter kann 20 km/h schnell fahren, ist er verboten getunt, noch schneller. Zu zweit auf so einem Gerät: Das kann richtig gefährlich werden. Nicht nur für die Scooterfahrer. Symbolfoto.
E-Scooter fährt
Polizistin an
Lage/Lieme. Ein junger E-Scooter-Fahrer fuhr an der Bielefelder Straße im Bereich einer Zuwegung zur Grundschule am Dienstagabend, 8. September, gegen 18 Uhr eine Polizeibeamtin an. Ganz bewusst und absichtlich.
Und das kam so: Der 14-Jährige aus Lage war verbotenerweise mit einer weiteren Person zu zweit auf einem E-Scooter unterwegs. Es bestand zudem der Verdacht, dass das Fahrzeug technisch manipuliert war und viel zu schnell fuhr. Als die Polizistin sich ihm in den Weg stellte und ihn zum Stoppen aufforderte, fuhr der 14-Jährige auf sie zu und stieß mit der Beamtin zusammen. Dabei erlitt die 42-Jährige leichte Verletzungen. Die Polizei stellte den E-Scooter sicher. Der Junge wurde an seine Mutter übergeben.
Die Kinderbuchautorin Carolin Jenkner-Kruel inszeniert für die "Lesezwerge" und ihre Begleiter in der Stadtbücherei neue Abenteuer der Geschwistern Milan und Leandra aus Lage.
Lesezwerge
am Samstag
Lage. Die Lagenser Lesezwerge starten ins zweite Halbjahr – ausnahmsweise nicht an einem Mittwoch, sondern am Samstag, 19. September, um 11 Uhr in der Stadtbücherei Lage. Grund dafür ist der Weltkindertag am 20. September.
Kinderbuchautorin Carolin Jenkner-Kruel liest ihre Lagenser Geschichte „Nationalpark Pesto rosso" vor. Darin erzählt sie von den Geschwistern Milan und Leandra aus Lage
Die weiteren Termine für das zweite Halbjahr mit neuen Geschichten von Milan und Leandra sind:
• Mittwoch, 7. Oktober, 16 Uhr
• Mittwoch, 4. November, 16 Uhr
• Mittwoch, 2. Dezember, 16 Uhr.
Drohnenpilot aus Leidenschaft: der 16-jährige Mika Weiser aus Heiden.
Herr der
Rotoren
Mika Weiser ist der Überflieger aus Heiden - Mit beiden Beinen am Boden und der Kamera in den Wolken
Von Hajo Gärtner
Lage-Heiden. Wer beim Label »Drohnenpilot« an Lederjacke, Sonnenbrille und spektakuläre Landungen auf einem Flugzeugträger denkt, darf jetzt nicht enttäuscht sein: Mika Weiser hebt zwar regelmäßig ab, bleibt dabei aber erstaunlich bodenständig.
Beigeordneter Frank Rayczik (links) heißt Dr. Maik Schmerbauch als neuen Archivar der Stadt Lage herzlich willkommen. Foto: Stadt Lage
Neuer Mann im
Stadtarchiv
Lage. Nach mehreren Monaten Vakanz ist die Stelle des Stadtarchivars der Stadt Lage wieder besetzt. Mit Dr. Maik Schmerbauch übernimmt ein ausgewiesener Historiker, Theologe und Archivar die fachliche Leitung des Stadtarchivs. Beigeordneter Frank Rayczik begrüßte den neuen Mitarbeiter herzlich im Rathaus.
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