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Sangeskunst und Lebensfreude
Gospelchor Lage konzertiert in der vollen Kirche zu Stapelage
Von Hajo Gärtner (Text/Fotos/Videoclip)
Lage. Das Herausragende an diesem Konzert: Das Publikum hat begeistert mitgemacht, wie mein Videoclip beweist. »Let the Sunshine in«: Diese fetzige Passage aus dem Musical »Hair« hat den Rhythmus, bei dem jeder mitmuss. Neu im musikalischen Programm des Gospelchores und gleich ein Volltreffer. Das Ding als letzten Song zu präsentieren, war ein gelungener Coups von Chormaster Reiner Weber, emeritierter Altmeister der Musikhochschule Detmold. So machte er das Kirchenschiff zur Musikhochschule Stapelage, den Chor und das Publikum zu seinen begeisterten Studenten.
Natürlich war damit noch lange nicht Schluss: Die Zuhörer verlangten zwei Zugaben: »I will follow him« und »Rock my Soul«. "Manfred, Manfred", rief es von der Empore, und gemeint war der Solist Manfred Kalkreuter, der sich nicht zwei Mal bitten ließ. Mit ihm sowie Asami Horie-Weber, Helmut Mühlenmeier und Elmar Wöstenfeld bringt der Chor ein zugkräftiges Solisten-Team an den Start.
Sollen wir hier das Programm herbeten? Nur soviel: Der Chor entfernt sich weit von reiner Gospelsong-Literatur und zelebriert den King of Pop (Michael Jackson, »Heal the World«) genau so inspiriert wie Musical-Highlights aus »Der König der Löwen« (»Can You Feel the Love Tonight«), »Hair« (»Aquarias/Let the Sunshine in«) und »The Greatest Showman« (»A Million Dreams«). Überhaupt belohnte das Insider-Publikum die neuen Wagnisse (zum Beispiel »Thankful«) mit trampelndem Applaus.
Was lernen wir daraus? Es lohnt sich, Neues zu wagen, auch für einen ausgesprochenen Traditionschor. Das Publikum zeigt seinen Dank nicht nur mit "Standing Ovations" und fettem Applaus, sondern füllt den Hut auch mit mehr als 1600 Euro Inhalt. 1300 davon spendet der Chor der Kirchengemeinde Stapelage für die Renovierung des Kirchturms. Schließlich stellt die Gemeinde dem Chor den Probenraum zur Verfügung, ohne den der Chor heimatlos wäre.
Das Konzert füllte nicht nur die angekündigte Zeit von 65 Minuten, sondern satte 90 Minuten, in denen das Publikum nicht müde wurde, die rund 30 Sänger auf der Bühne (einige neue Männerstimmen) stimmgewaltig zu unterstützen und den Swing der Choristen in die Zuhörerbänke zu übertragen. 
Sieht überirdisch ganz schick aus, aber unterirdisch stapeln sich statische Probleme. Der Beton ist brüchig geworden, die tragende Konstruktion erscheint angegriffen. Da ist schon eine ordentliche finanzielle Kletterpartie vonnöten, um das Schiff auf Kurs zu halten. Aber müssen es 15 oder gar 30 Mio. Euro sein?
Viel gefordert, nichts bekommen
Der Antrag auf Fördermittel fürs Hallenbad ist abgelehnt
Lage. Und wieder schaut die Zuckerstadt in die Röhre. Es gibt keine Fördermittel für die Sanierung des Hallenbades. Die Verwaltung wollte Geld aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ rausholen und legte dazu ein 15 Millionen Euro schweres Konzept vor.
Fast 200 Projekte kamen in die Auswahl; Lage flog raus. Die Zuckerstadt trat mit einem 15-Millionen-Euro-Wunsch und der Spekulation an, dass Lage wegen seiner prekären Haushaltslage 75 Prozent bis zu Deckelung von 8 Mio. Euro einstreichen werde. Pustekuchen: Nicht einen Cent macht der Bund locker. Für Kämmerer Uwe Aust ein Déjà-vu-Erlebnis: Die Stadt ist davor schon einmal mit einem Fördergeld-Antrag fürs Hallenbad gescheitert.
- Den Videoclip habe ich vor vier Jahren ins Netz gestellt. Das muss man bei den Ausführungen im Text des Clips berücksichtigen. Seit 15 Jahren drehen sich vier Rotoren weitgehend störungsfrei. Nun ist ein fünftes Windrad hinzugekommen. Im Grenzgebiet zwischen Lage (Hardissen) und Lemgo (Lieme).
Windräder sind eine feine Sache, wenn sie an der richtigen Stelle stehen und sich tüchtig drehen. Um den richtigen Standort zu sichern und falsche Positionierungen zu verhindern, drängt »Aufbruch C« im Stadtrat darauf, eine »Leitlinie« durchzubringen, die als Mindesabstand zur Wohnbebauung 1000 Meter vorsieht. So, wie das bis 2023 im Land der Fall gewesen ist.
Ringen um den richtigen Platz
Windräder sollen einen Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung einhalten, fordert »Aufbruch C« und siegt, unterstützt von CDU und AfD, im Umweltausschuss.
Von Hajo Gärtner (Text/Videoclip/Montage)
Lage. Windräder sollen einen Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung einhalten, fordert »Aufbruch C« und obsiegt, unterstützt von CDU und AfD, im Umweltausschuss. Nun ist der Weg frei, dass der Rat der Stadt die „Leitlinie“ absegnet, die etwas Ruhe in die hitzige Debatte um neue Windräder bringen soll.
»Die Windkraft« ist ein heiß umstrittenes Thema, obwohl die grundsätzliche Zustimmung groß ist: 70 % der Deutschen befürworteten im Herbst 2025 den Ausbau der Windenergie an Land. Auf der anderen Seite stoßen Windräder, wo sie denn gebaut werden sollen, mitunter auf entschiedene Ablehnung. Jüngstes Beispiel: Die »Bürgerenergie-Genossenschaft Lage« (BeLa) biss im Lagenser Westend auf Granit beim Versuch, zwei Windräder in Ohrsen aufzustellen.
Ganzer Bericht und Kommentar hier ⇒
Drei bunte Ziegen vor dem Rathaus: Das hätte doch was. Aber warum ist die Skulptur des portugiesischen Street-Art-Künstlers Artur Bordalo (39) im Naturschutzgebiet an der Rethlage versteckt worden? Schämt sich da jemand, sie öffentlich zu zeigen? Immerhin hat das Kunstwerk rund 47.000 Euro gekostet. Und da sollte es doch vorzeigbar sein.
Das stille Meckern der Ziegen
Kreis Lippe platziert ein Kunstwerk an unzugänglicher Stelle
Von Hajo Gärtner (Text/Montage)
Lage-Müssen. Sieht nach einem Schildbürgerstreich aus: Da erwirbt der Kreis Lippe mit Fördermitteln von Bund und Land eine 47.000 Euro teure Skulptur und versteckt sie in einem nur schwer zugänglichen Naturschutzgebiet an der Rethlage (Im Heitland). Unauffällig geht anders: Denn die Plastik-Ziegen provozieren inzwischen einen unerwarteten Besucherstrom. Alle wollen das heimliche Kunstwerk sehen, das Neugier hervorruft, eben weil es scheinbar verborgen wird. »Das am besten versteckte Kunstwerk Lippes steht seit Kurzem wohl in Lage-Müssen«, meldet Radio Lippe.
Autorin Carolin Jenkner-Kruel und Musikerin Stefanie Schwarz (von links) machten das Oktobertreffen der "Lesezwerge" zu einem besonderen Ereignis. Foto: Roswitha Heinz
»Premiere des
Lage-Lieds»
Lesezwerge starten musikalisch in den Herbst
Von Michael Biermann &
Carolin Jenkner-Kruel
Lage. Mit einer gelungenen und ausgesprochen fröhlichen Premiere sind die Lagenser Lesezwerge in den Herbst gestartet. Die beliebte, langjährige und preisgekrönte Vorlesereihe des Fördervereins Stadtbücherei Lage fand wie gewohnt am ersten Mittwoch im Oktober in der Stadtbücherei statt – diesmal jedoch mit einem besonderen musikalischen Highlight.
Kinderbuchautorin Carolin Jenkner-Kruel, deren Geschichten um die Geschwister Milan und Leandra bei Groß und Klein beliebt sind, las aus einer neuen Geschichte: Milan und Leandra schreiben ein Gedicht über ihre Heimatstadt Lage. Passend dazu hatte Stefanie Schwarz, Kirchenmusikerin und Kantorin unter anderem in Heiden, eigens ein Lage-Lied komponiert.
Gemeinsam mit den Kindern und ihren erwachsenen Begleitpersonen wurde es direkt vor Ort eingeübt – und begeistert mitgesungen.
»„Gar keine Frage, ich komm aus Lage«, erklang es bald laut und fröhlich in der Bücherei. Aus den ursprünglich zwei Strophen wurden gemeinsam mit Musikerin und Autorin schnell vier weitere: Es ging um die Zuckerfabrik und die Johannissteine, um Lavendelfelder, den Reinholdimarkt und das Ziegeleimuseum – ganz so, wie es auch in den Geschichten von Carolin Jenkner-Kruel immer wieder um Lage und seine besonderen Orte geht.
Mit Klanghölzern und Klaviermusik wurde es laut, rhythmisch und herrlich fröhlich in der Stadtbücherei. Dass Reimen Spaß macht, zeigte sich anschließend beim Gestalten von Postkarten mit Reimbildern und kleinen eigenen Gedichten.
Das neue »Lage-Lied« soll künftig bei jeder Veranstaltung der Lagenser Lesezwerge den Auftakt bilden. »Das wird einmal die Lage-Hymne«, war sich eine begeisterte Großmutter sicher. Es ist ein identitätsstiftendes Element, das Kinder spielerisch mit ihrer Stadt verbindet – und zugleich Lust auf Sprache, Reime und Bücher macht.
Der Förderverein Stadtbücherei Lage e. V. engagiert sich mit den Lesezwergen seit vielen Jahren für Leseförderung in Lage. Schulen und Kindergärten können darüber hinaus musikalische Lage-Lesungen mit Carolin Jenkner-Kruel und Stefanie Schwarz buchen und ihre Kinder so auf unterhaltsame Weise an das Thema Reimen heranführen – mit viel Spaß, Musik und ganz viel Lokalkolorit.
Margarete Wißmann (links) erläutert sehr anschaulich, wie die Früchte am Apfelbaum gepflückt werden sollen. Jahrespraktikant Bernhard Potberg (daneben) und Erzieherin Kerstin Straube (Mitte) hören gespannt zu. Kids aus dem Kinderhaus "Blauer Elefant" von der Lemgoer Straße halten sich präzise an ihre Anweisungen, gönnen sich aber trotzdem einen Probebissen ihrer Ernte. Für ihren Fleiß werden sie hinterher mit einem köstlichen Apfel-Pfannekuchen belohnt.
Apfel fällt nicht weit vom Kind
Kinderhaus "Blauer Elefant" erntet auf der Obstwiese des Lippischen Heimatbundes für Projekt "Nachhaltigkeit"
Von Hajo Gärtner (Text & Foto)
Lage. Nummer 89 ist der unangefochtene Star auf der Obstwiese. Kaum zu glauben, was der Baum so alles an den Ästen hängen hat. Apfel an Apfel, dicht an dicht – als hätte jemand beim Einräumen des Obstregals die Packungsgrenze großzügig ignoriert. Und dabei ist Nummer 89 noch gar nicht besonders alt.
Seine eher überschaubare Körpergröße kommt den Kindern des Kinderhauses »Blauer Elefant« an der Lemgoer Straße allerdings sehr entgegen. Was andernorts eine Leiter erforderlich machen würde, lässt sich hier mit ein bisschen Recken und Strecken erledigen. Wobei vor dem Strecken zunächst einmal das Bücken kommt.
Dieses Schreiben der Firma "Deutsche Messwesen" ist in Lagenser Briefkästen geflattert."Mit der Firma haben wir nichts zu tun", betont der regionale Strom- und Gasnetzbetreiber.
Kostenlos ist nicht umsonst
Firma "Deutsche Messwesen" bietet Smartmeter-Einbau an
Von Hajo Gärtner
Lage-Ohrsen/Ehlenbruch. »Kostenlose Installationstermine sind nur noch für Anfragen bis zum 18. 10. 2026 freigeschaltet«, steht in dem Schreiben der Firma »Deutsche Messwesen«, das in die Briefkästen der Häuser an der Ehlenbrucher Straße geflattert ist. Die Mitteilung baut Druck auf: »Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben«, hatte einst der russische Präsident Michail Gorbatschow zu Erich Honecker gesagt, und kurze Zeit später explodierte die DDR.







