Der Kontrollgang in einer Fabrikhalle in der Industriehalle an der Daimlerstraße zeigt am frühen Morgen, dass Zündler vermutlich versucht haben, einen Brand zu legen. Symbolfoto: Hajo Gärtner (mit KI)

 

Brandgefährliche
Absichten

 

Zündler wollen Brand in einer Fabrikhalle legen

 

Lage-Heiden. Manche Besucher kommen mit Blumen, andere mit einem Präsentkorb. Die nächtli­chen Gäste einer Industriehalle an der Daimlerstraße hatten of­fen­bar deutlich weniger freund­­li­che Absichten im Gepäck.

 

Zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen (28./29. Oktober) machten sich bislang unbekannte Eindringlinge an einer Fensterscheibe zu schaffen und schlugen sie ein. Doch of­fen­bar ging es nicht nur um einen nächtlichen Streich mit Scher­ben­folgen. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht der Ver­dacht, dass die ungebetenen Gäste sogar vorhatten, vorsätz­lich ein Feuer zu legen. Ein Vorha­ben, das glücklicherweise offen­bar nicht in die Tat umgesetzt wurde.

 

Die Polizei ermittelt nun, ob aus dem nächtlichen Besuch ein Brandanschlag werden sollte.

Wie hoch der entstandene Sach­schaden ist, steht bislang noch nicht fest. Das Kriminalkommis­sariat 1 hat die Ermittlungen übernommen und hofft auf aufmerksame Zeugen.

 

Wer zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen ver­däch­tige Personen oder Fahr­zeu­ge im Bereich der Daimler­straße beobachtet hat, wird gebeten, sich unter (05231) 6090 bei der Polizei zu melden. Denn manchmal ist ein aufmerksamer Blick mehr wert als jede Alarm­an­lage.

 


 

Aktuelles Thema bei den "Lesezwer­gen": die Plastikziegen im Rethlager Bachtal. Autorin Carolin Jenkner-Kruel  erzählt die neueste Geschichte von Milan und Leandra, und natürlich stimmen alle vorher das neue "Lage-Lied" an.  

 

Begegnung mit lustigen Tieren

 

Milan und Leander  unter­suchen die Plastikziegen

im Rethlager Bachtal

 

Von Carolin Jenkner-Kruel

 

Lage. Die großen Ziegenskulp­turen im Naturschutzgebiet Reth­lager Bachtal sorgen derzeit in Lage für reichlich Gesprächsstoff. Kunst oder Müll? Jetzt haben auch Milan und Leandra sie ent­deckt - in einer neuen Geschich­te aus Lage.

 

Was die beiden Geschichten­helden von den Ziegen halten und was das Ganze ausgerech­net mit Zimmeraufräumen zu tun hat, erfahren Kinder zwischen 4 und 8 Jahren und ihre erwach­senen Begleitpersonen bei der nächsten Lesung der Lagenser Lesezwerge am Mittwoch, 4. November, ab 16 Uhr in der Stadtbücherei Lage.

 

Wie gewohnt startet der Nach­mit­tag mit dem „Lage-Lied“ zum Mitsingen. Nach der Geschichte wird gemeinsam gebastelt, sodass alle Kinder eine kleine Erinnerung mit nach Hause neh­men können. Die Veranstaltungs­reihe wird vom Förderverein Stadtbücherei Lage organisiert und gefördert. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erfor­derlich.


 

Verleger Hans C. Jacobs, Fördervereins­vorsitzender Michael Biermann, Stadtbücherei­-Leitererin Eva-Maria Allert und Kinderbuchautorin Carolin Jenkner-Kruel (hintere Reihe) sind mit der Arbeit der jungen Autoren der Schreibwerkstatt sehr zufrieden.  

 

Robbi bereitet
das Müsli zu

 

Junge Schreibwerkstatt stellt Zukunftsvision vor

 

Text & Foto: Hajo Gärtner

 

Lage. Wozu braucht man leere Blätter? Richtig: damit man sie vollschreibt. Mit Einkaufszetteln, Steuererklärungen oder Liebes­briefen. Die jungen Autoren der Lagenser Stadtbücherei haben sich für etwas deutlich Span­nenderes entschieden: Sie schreiben Zukunft auf. Und zwar gleich bis ins Jahr 2050.

 

Das Ergebnis ist ein kleines, aber feines Büchlein mit dem viel­versprechenden Titel „Die Zukunft ist ein leeres Blatt“. Der Untertitel verrät, worum es geht: „Lagenser Schreibreise ins Jahr 2050“. Zehn- bis 14-Jährige haben sich auf den Weg gemacht und ihre Fantasie von der Leine gelassen. Was dabei herausgekommen ist, lässt sich in 50 Exemplaren nachlesen – so hoch ist nämlich die Auflage. Eine Rarität also, kein literarischer Blockbuster, aber eine Vision, die Beachtung verdient.

 

Herausgegeben hat diese Rarität der Förderverein der Stadtbü­cherei. Den Druck ermöglichte Verleger Hans C. Jacobs vom Lippe Verlag. Mit an Bord war außerdem die Lagenser Autorin Carolin Jenkner-Kruel; Unterstüt­zung kam vom Programm „SchreibLand NRW“.

 

„Mit diesem Buch halten Sie das wunderbare Ergebnis dieses Projekts in den Händen“, schwärmt Fördervereins­vor­sit­zender Michael Biermann im Vorwort. Die Geschichten und Gedichte zeigten, wie viel Poten­zial, Tiefgang und Erfindungs­reichtum in den jungen Schreib­talenten stecke.

 

Das Jahr 2050 hat offenbar seine Tücken. Die Technik ist weit fortgeschritten, die künstliche Intelligenz allgegenwärtig. Aber ob damit automatisch alles besser wird, ist eine andere Frage. „Wird es wohl noch Bücher geben, oder werden wir von KI leben?“, fragt Elina Adler gleich im ersten Gedicht. Eine berech­tigte Sorge. Schließlich wäre es ausgesprochen schade, wenn wir eines Tages unsere Gedichte von Maschinen schreiben und unsere Müsli-Schüsseln von Robotern füllen ließen. 

 

Adrijana Jovanovic jedenfalls scheint von der Zukunft nicht restlos begeistert zu sein. „Nun zurück in mein Jahr, hier habe ich bessere Tage als da“, reimt sie.  Die Zukunft mag vieles bieten, aber offenbar nicht unbedingt bessere Tage.

 

Vor allem die Roboter machen den jungen Zukunftsreisenden zu schaffen. Eigentlich sollen sie das Leben erleichtern. Doch wie so oft im Leben – und in der Technik – ist gut gemeint nicht automa­tisch gut gemacht. Isabell Wall­baum lässt einen Roboter ungefragt Müsli zubereiten. Das schmeckt allerdings „irgendwie nach dreckigem Stoff“. Auch das Brötchen ist keine Offenbarung, „wenn nicht sogar noch schlim­mer!“ Da muss man sich fragen, ob die künstliche Intelligenz zwar die Weltformel formulieren, aber kein vernünftiges Frühstück hin­be­kommen wird. Auch auf dem Spielplatz haben die Blechkame­raden das Kommando über­nom­men. Überall rennen Roboter herum. „Na los, verschwindet ihr alten Metallbüchsen“, schimpft die Erzählerin. Doch die digitalen Spielplatzbesetzer zeigen sich von der wenig diplomatischen Ansprache unbeeindruckt: „Aber sie ignorieren mich einfach.“ Selbst der Hund ist genervt. Den ganzen Vormittag und Nachmit­tag muss er die „Metalldinger“ verscheuchen – ohne Erfolg. 

 

Zum Glück entpuppt sich der Spuk als böser Traum. Beim Aufwachen schwebt ein „kleiner süßer Roboter“ über dem Kopf der Erzählerin. Statt Müsli mit Textilgeschmack gibt es diesmal Freundlichkeit, Hilfe beim Waschen und Anziehen und obendrein Roboterwitze.
Ganzer Bericht hier ⇒

Inhaltsverzeichnis

nach oben