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Digitalisierung macht die Kreation von Simulationen möglich und vereinfacht damit die Planbarkeit von Prozessen. Symbolfoto: Pexels
Digitalisierung als Strategie
Digitalisierung als Zukunftsaufgabe der Stadtentwicklung
Daniel Wiens wird Erster Beigeordneter der Stadt Lage – Grüne Ratsfraktion begrüßt die Wahl
Von Michael Biermann
Lage. Die Grünen haben die Erstellung einer Digitalisierungsstrategie für die Stadt Lage angestoßen. Nach der Beratung im Digitalisierungsausschuss und dem dort gefassten einstimmigen Beschluss lag die Entscheidung nun beim Rat. Für die Grünen ist klar: Digitalisierung ist keine technische Randfrage, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe der Stadtentwicklung.
Eine strategische Ausrichtung ist notwendig, um Verwaltungsprozesse zu modernisieren, digitale Angebote für Bürgerinnen und Bürger auszubauen und die Stadt organisatorisch fit für die kommenden Jahre zu machen. Besonders wichtig ist dabei auch die Rolle des neuen 1. Beigeordneten. Er wird zugleich als »Chief Digital Officer« eingesetzt und wird damit die Verantwortung für die digitale Entwicklung der Stadt mittragen.
„Die Digitalisierungsstrategie gehört zu seinen Kernaufgaben. Es ist richtig und wichtig, diese Verantwortung klar zu verankern“, heißt es aus der Grünen Ratsfraktion. Die Grünen betonen, dass die Initiative für die Digitalisierungsstrategie aus ihren Reihen gekommen ist. „Wir freuen uns, dass unser Antrag im Digitalisierungsausschuss auf breite Zustimmung gestoßen ist und dass der Rat dem Ausschussvotum gefolgt ist“, so die Grüne Ratsfraktion weiter. Mit einer gut aufgestellten Digitalisierungsstrategie kann Lage die Verwaltung bürgernäher, effizienter und zukunftsfähiger gestalten. Dazu gehören aus grüner Sicht vor allem klare Prioritäten, ein verbindlicher Umsetzungsplan sowie die Berücksichtigung von Datenschutz, IT-Sicherheit und digitaler Souveränität – Bereiche, die den Grünen besonders wichtig sind.
Normalerweise gut besucht: der Spielplatz am Bürgerpark. Wenn nicht gerade die Sonne vom Himmel brennt. In diesen Tagen sind die spielenden Kinder schutzlos der Sonne ausgeliefert: kein Schatten. Das soll sich ändern. »Aufbruch C« schlägt die Anpflanzung schattenspendender Bäume vor: Der Umweltausschuss folgt einstimmig.
Bäume statt Sonnensegel
Der Spielplatz im Bürgerpark soll beschattet werden
Von Ferdinand Schmedding (Text & Foto)
Lage. Kinder lieben Spielplätze. Eltern auch, wenn ihre Sprösslinge Spaß haben. Zurzeit aber ist Vorsicht geboten: Die Sonneneinstrahlung ist so massiv, dass ein Sonnenbrand kaum zu vermeiden ist. Auf so etwas achten Kinder schon mal gar nicht.
Deshalb war das Thema in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses hoch aktuell. Und die Idee: ein Sonnensegel installieren. Doch die Fraktion »Aufbruch C« brachte eine Alternative ins Spiel: schattenspendende Bäume pflanzen. Dieser Idee folgte der Ausschuss denn auch einstimmig.
Mit der Pflanzung der Bäume soll der Spielbereich langfristig aufgewertet werden. Gleichzeitig erhalten Kinder einen natürlichen Sonnenschutz, der sich harmonisch in das Umfeld des Bürgerparks einfügt. Diese Entscheidung verbindet ökologische Aspekte mit einer wirtschaftlich nachhaltigen Nutzung.
Kommentar von Hajo Gärtner
Eine kluge Entscheidung – und eine, die durchaus Schule machen könnte. Denn angesichts der chronisch klammen Stadtkasse sollte künftig bei jeder Idee zuerst die Frage gestellt werden: Muss es wirklich die teuerste Lösung sein? Oder reicht vielleicht auch der gesunde Menschenverstand?
Ein Sonnensegel über 100 Quadratmetern klingt erst einmal nach Riviera-Feeling. Die Realität sieht nüchterner aus: Rund 20.000 Euro sind schnell fällig, bevor überhaupt der erste Schatten auf den Boden fällt. Spezialgewebe, Stahlmasten, Statik – das alles kostet Geld. Und danach beginnt die eigentliche Arbeit. Wind rüttelt an der Konstruktion, Regen setzt ihr zu, und Vögel betrachten ein Sonnensegel bekanntlich nicht als architektonisches Meisterwerk, sondern als überdimensionierte Zielscheibe. Das Ergebnis: Aus dem schicken Schattenspender wird mit der Zeit ein teurer Wartungsfall.
Ein Baum dagegen stellt keine Rechnung aus für seine Beschattungsleistung. Er wird mit jedem Jahr stattlicher, nimmt Vogelkot gelassen hin und verbessert ganz nebenbei das Stadtklima. Er filtert Feinstaub, spendet Sauerstoff, bietet Insekten und Vögeln ein Zuhause – und verlangt dafür weder TÜV noch Reparaturbudget.
Natürlich braucht ein Baum etwas Geduld. Er wächst nicht über Nacht. Aber genau darin liegt der Unterschied: Ein Sonnensegel löst ein Problem für den Moment. Ein Baum löst gleich mehrere – und zwar für Generationen. Wer heute einen Baum pflanzt, schenkt den Kindern von morgen Schatten. Wer heute ein Sonnensegel aufspannt, schenkt ihnen irgendwann eine Reparaturrechnung. 
Dritter Fall von Ausbau-Ärger
Auch in der Wiesenstraße protestieren Anwohner gegen den geplanten Ausbau ihrer Straße, wegen hoher Beitragskosten
Lage. Erst der Stichweg zur Teutoburger-Wald-Straße in Hörste, dann die Herderstraße in Hardissen, nun die Wiesenstraße in Lage: Anwohner machen sich stark gegen Ausbaupläne der Verwaltung, weil deren Umsetzung sie mit erheblichen Kosten belasten würde.
Die Stadt übernimmt lediglich zehn Prozent der Finanzierung, während 90 Prozent von den Anliegern getragen werden müssen – gestaffelt nach der Größe der Grundstücke. Insgesamt geht es um rund 900.000 Euro; in Einzelfällen würde ein fünfstelliger Obulus fällig. Zur Kasse gebeten werden sollen auch Anlieger des Sandkamps, weil beide Straßen als »Erschließungseinheit« gelten.
Damit bewegt sich das Vorhaben in einer ähnlichen Größenordnung wie die Projekte in Hörste und Hardissen. Warum wird der Ausbau überhaupt angegangen, anstatt die Straßen in ihrem derzeitigen unvollkommenen Zustand zu belassen?
»Es ist grundsätzlich Aufgabe der Stadt, die Erschließung herzustellen«, erklärte Bürgermeister Matthias Kalkreuter bei einer Bürgerversammlung im Vorfeld der jüngsten Ratssitzung. Das sei in der Wiesenstraße 1959 unterblieben, um die damaligen Siedler nicht sofort mit den Kosten eines Straßenausbaus zu belasten. Es gebe »eine ganze Reihe nicht ausgebauter Straßen«, deren Unterhaltung und Reparatur die Stadt Jahr für Jahr viel Geld koste. Allein das Ausbessern dieser Holperstrecken verschlinge jährlich durchschnittlich rund 250.000 Euro.
Mehr als zehn Kinderbücher hat die Lagenser Kinderbuchautorin Carolin Jenkner-Kruel bereits vorgelegt, aus denen sie ihrem Publikum, den »Lesezwergen«, ein Mal im Monat vorliest. Rund drei Dutzend Dreikäsehochs und ihre erwachsenen Begleiter warten stets mit Spannung auf die nächste Lesereise. Foto: Carolin Jenkner-Kruel
Morgenmufflon bei den Lesezwergen
Förderverein der Stadtbücherei organisiert Vorlesestunden
von Hajo Gärtner
Lage. Wer glaubt, nur Menschen hätten morgens schlechte Laune, kennt das kleine Morgenmufflon noch nicht. Die wohl wichtigste Frage des Nachmittags in der Stadtbücherei lautete deshalb: »Wie weckt man bloß ein Morgenmufflon?« Eine Herausforderung, an der vermutlich schon so mancher Wecker gescheitert ist.
Zum Glück ließ sich der Frühaufsteh-Hase im Bilderbuch »Das kleine Morgenmufflon« davon nicht entmutigen. Er wollte seinem verschlafenen Freund unbedingt den Sonnenaufgang zeigen – und die kleinen und großen Besucher des Lagenser Lesezwerge-Treffens erfuhren in der Stadtbücherei Lage, wie dieses tierische Weckkommando am Ende gelingt.
Einmal im Monat verwandelt sich die Bücherei in einen Ort, an dem Fantasie wichtiger ist als WLAN und Abenteuer ganz ohne Batterien funktionieren. Bis zu drei Dutzend kleine Lesezwerge samt Eltern, Großeltern oder anderen Vorlese-Fans machen sich dann gemeinsam auf den Weg durch die Geschichtenwelt der Zuckerstadt.
Diesmal führte die Reise direkt zum Morgenmufflon – und erzählt wurde sie nicht einfach nur aus einem Buch. Autorin Carolin Jenkner-Kruel bringt ihre Geschichten mit dem Kamishibai-Erzähltheater zum Leuchten. Hinter dem etwas geheimnisvoll klingenden Namen verbirgt sich eine ebenso einfache wie geniale Idee aus Japan: Ein kleiner Holzrahmen wird zur Bühne, auf der nach und nach große Bildkarten erscheinen. Während das Publikum immer nur das aktuelle Bild sieht, erzählt die Vorleserin die Geschichte dazu. So entsteht ein Kopfkino, das ganz ohne Bildschirm auskommt – und trotzdem alle Augen auf sich zieht.
»Die klare, ruhige Bildfolge fördert Konzentration und Vorstellungskraft«, erklärt Carolin Jenkner-Kruel. Gerade in Kitas, Schulen und Büchereien habe sich das Kamishibai als ideales Werkzeug zur Leseförderung und Sprachentwicklung bewährt. Kurz gesagt: Kino ohne Popcorn, aber mit jeder Menge Fantasie.
Nach der Geschichte wurde es dann traditionell kreativ. Schließlich sind Lesezwerge zwar ausgezeichnete Zuhörer, aber noch bessere Bastelkünstler. Mit Schere, Papier und viel Begeisterung entstanden kleine Kunstwerke, die mindestens so bunt waren wie die Bilder des Morgenmufflons.
Dass die Veranstaltungsreihe so lebendig ist, verdankt sie vielen engagierten Unterstützern. Der Förderverein der Stadtbücherei finanziert das kostenlose Vorlesevergnügen, musikalisch sorgt mitunter Stefanie Schwarz für den passenden Ton, das Logo stammt von Nachwuchstalent Merle Cilsik – und gemeinsam machen sie aus einer Vorlesestunde regelmäßig ein kleines Festival der Fantasie.
Heftiger Starkregen und ein Gewitter haben in der Nacht zu Dienstag, 14. Juli, für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr Lage gesorgt. Besonders betroffen war der Ortsteil Kachtenhausen, wo zahlreiche Keller und Gebäudeteile unter Wasser standen. Symbolfoto: AdobeStock
Blitzeinschlag &
Wassermassen
Lage-Kachtenhausen. Es war eine Nacht, in der der Himmel über Lippe seine Schleusen weit öffnete und dabei lokal zielte.
In den späten Stunden des Dienstags, 14. Juli, entfesselte ein schweres Unwetter seine ganze Zerstörungskraft über dem Ortsteil Kachtenhausen. Sintflutartiger Starkregen und kräftige Gewitter verwandelten den Ortsteil Kachtenhausen binnen kürzester Zeit in ein Krisengebiet. Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Lage begann ein kräftezehrender Kampf gegen die Wassermassen, die unaufhaltsam in Häuser und Keller vordrangen.
Der Vorbote: Ein blendender Schlag aus dem Nichts. Mit einem ohrenbetäubenden Knall zuckte ein gewaltiger Blitz vom Himmel und schlug mit roher Energie direkt in ein Wohnhaus ein. Kurz darauf schrillten die Sirenen der Einheiten Hagen und Pottenhausen. Als die Retter am Einsatzort eintrafen, lag ein beißender Schmorgeruch im Keller in der Luft. Die Erkundung ergab: Der Blitz hatte die Telefonleitung regelrecht gegrillt. Glücklicherweise blieb ein offenes Feuer aus, doch diese erste Alarmierung war nur der Vorbote. Anschließend der Großalarm: 70 Retter waren erforderlich, das Chaos einzudämmen. Sturzbäche katapultierten gewaltige Wassermengen in die Kanalisation. Straßen wurden zu Flüssen, Keller zu tiefen Schlammbecken.
Der Abwehrkampf: Ein Marathon bis zum Morgengrauen. Keller um Keller musste unter dem Dröhnen der Pumpen leergesaugt werden. Insgesamt 48 Einsatzstellen arbeiteten die Einsatzkräfte im Laufe dieser Nacht im Akkord ab. Erst gegen 5 Uhr am Dienstagmorgen konnte der letzte nächtliche Einsatz unter Aufbietung aller Kräfte beendet werden.
Ein eher seltener Unfalltyp: Radfahrer kollidiert mit Motorrad. Aber in den Folgen genau so schlimm wie der bekannte Auto-Radler-Crash. Jedenfalls wurden im nachfolgenden Fall beide Fahrer schwer verletzt. Symbolbild. Foto: Pixabay
Wenn Zweiräder
kollidieren
Lage. Ein folgenschwerer Moment an einer Kreuzung in Kachtenhausen hat am Samstagmittag, 11. Juli, zwei Menschen schwer verletzt. Gegen 12.30 Uhr missachtete ein 61-jähriger Radfahrer nach bisherigen Erkenntnissen das Rotlicht und überquerte auf dem kombinierten Geh- und Radweg der Pieperstraße die Fahrbahn. Im Kreuzungsbereich der Bielefelder Straße, Ehlenbrucher Straße und Pieperstraße kam es daraufhin zum heftigen Zusammenstoß mit dem Motorrad eines 56-Jährigen, der bei Grünlicht von der Ehlenbrucher Straße in Richtung Lage-Hörste unterwegs war.
Durch die Wucht der Kollision erlitten sowohl der Radfahrer als auch der Motorradfahrer schwere Verletzungen. Nach der Erstversorgung durch Rettungskräfte wurden beide in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (05231) 6090 bei der Polizei zu melden.
Wer mit einer Pistole jemanden überfällt, ist möglicherweise auch bereit zu schießen. Auf jeden Fall ist juristisch der Tatbestand einer räuberischen Erpressung und schweren Raubes erfüllt. Dies ist der Fall, in dem drei junge Männer aus Lage einen vierten in Detmold überfallen haben, um eine hohe Summe Bargeld zu fordern. Symbolfoto: Pixabay
Bewaffneter
Raubüberfall
Lage/Detmold. Drei Männer erschienen am 3. Juni am Wohnhaus eines 28-Jährigen in der Marienburger Straße (Detmold) und forderten eine hohe Summe Bargeld von ihm, bei der es sich vermutlich um Schulden handeln könnte. Als der Mann nicht zahlte, bedrohten ihn die Erpresser mit einer Schusswaffe und raubten ihm Kopfhörer, die sie ihm vom Körper rissen. Das ist juristisch räuberische Erpressung und schwerer Raub (allein schon durch den Einsatz der gefährlichen Waffe). Den Räubern droht auf jeden Fall eine Gefängnisstrafe zwischen drei und fünf Jahren.
Im Rahmen der weiteren polizeilichen Ermittlungen erließ das Amtsgericht Detmold Haftbefehle gegen die drei Tatverdächtigen wegen des Verdachts der versuchten schweren räuberischen Erpressung in Tateinheit mit einem schweren Raub.
Kurze Zeit später gelang es der Kriminalpolizei, den Haupttäter - einen polizeilich bekannten 20-Jährigen aus Lage - festzunehmen, der seitdem in Untersuchungshaft sitzt. Ein weiterer Haftbefehl gegen einen 18-Jährigen wurde am Montag, 6. Juli, in Lage vollstreckt. Bei der Festnahme und anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung unterstützten Spezialkräfte der Polizei die lippische Kripo, da es Hinweise darauf gab, dass der Mann bewaffnet sein könnte. Bei ihm wurden die mutmaßliche Tatwaffe sowie weitere Waffen, Schlagringe, Baseballschläger, Messer sowie ein Teleskopschlagstock gefunden. Eine Haftrichterin ordnete bei einer Vorführung die Untersuchungshaft für den jungen Mann aus Lage an.
Der dritte an der Tat beteiligte Mann - nach aktuellen Erkenntnissen ein 22-Jähriger ohne festen Wohnsitz - befindet sich auf der Flucht. Die weiteren Ermittlungen des Kriminalkommissariats 6 dauern an.
Schüler und Lehrer der August-Hermann-Francke-Grundschule Lage genießen die Feier zu ihrem zehnjährigen Bestehen. Foto: Lea Redikop
Ein Fest zum Zehnjährigen
Lage-Ehlenbruch. Mit einem gelungenen Schulfest feierte die August-Hermann-Francke-Grundschule Lage am 13. Juni ihr 10-jähriges Bestehen. Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Beate Busch und dem gemeinsamen Singen des Schulliedes richteten Rudolf Stölting, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Lage, sowie Olaf Brodziak, Schulaufsichtsbeamter für Grundschulen im Kreis Lippe, ihre Glückwünsche zum Jubiläum an die Schule.
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