Willkommen in der wirklichen Welt

sagt Morpheus zu Neo, nachdem der die rote Pille geschluckt hat und aus dem Kraftwerk der Maschinen befreit worden ist. Die rote Pille schlucken, das ist Teil eines Trace-Programms: Sie ermöglicht es dem Befreiungstrupp um den Rebellenführer Morpheus, Neos Kapsel im Kraftwerk ausfindig zu machen (Trace = englisch „Spur“)  und ihn da rauszuholen. Denn die rote Pille ermöglicht es der Morpheus-Gruppe, ein Signal aufzufangen, das zu Neos Körper führt. Wie sie die Maschinen dazu bringen können, Neos Leib freizugeben, bleibt allerdings rätselhaft wie so vieles in der Matrix-Story. Es handelt sich schließlich um ein Gleichnis, und das geht nie hundertprozentig auf. Die Geschichte wirft viele Fragen auf, ohne sie zu beantworten. Und genau das macht Matrix so interessant. Die Trilogie (drei Filmteile) stürzt jeden ins Grübeln, der es für möglich hält, dass die uns umgebende Alltagswirklichkeit nicht alles ist. Und dafür liefert die moderne Physik reichlich Anhaltpunkte. Relative Zeit, kleinste Teilchen, die ohne präzisen Aufenthaltsort in 11 Dimensionen herumwabern: Das ist fantastischer als alles, was die Brüder Wachowsky sich für ihr Paralleluniversum namens Matrix ausgedacht haben. Trotzdem hat ihre abgedrehte Geschichte viel damit zu tun. Das Thema Künstliche Intelligenz wird noch richtig brisant. Wenn der Philosoph Nick Bostrom Recht behält, geht es bald ganz schön heiß her auf der Erde.

Die künstliche Intelligenz, im Bild der Matrix-Agent Smith, kann sich beliebig vervielfachen und ist so einfach nicht zu eliminieren. Im Bild oben hat Morpheus die Sonnenbrille auf,  in der sich Neo bei der Wahl der roten Pille spiegelt.

Matrix 4
als Game

Alle Kritiker sind sich darin einig, dass die Matrix-Trilogie um die Jahrtausendwende ein Meilen­stein der Filmgeschichte war. Die meisten sehen in Matrix 4 nur einen schlecht gemachten Abklatsch der ursprünglichen Story.

Das sehe ich inzwischen nicht mehr so: Matrix 4 ist auf seine Art genau so genial wie die Trilogie. Die Rahmenhandlung mit dem »Analytiker« als Ober-Kontrolletti wirkt plausibler als der »Architekt«, weil er in der »Matrix-Simulation« enhalten ist und dort die Fäden zieht. Allerdings gibt es ein paar Schwächen in der Story und logische Brüche. Die behandle ich in dieser Präsentation.

Richtig stark, wenn man es verstanden hat, was nicht ganz einfach ist: Zu Beginn des Films gibt es eine interessante Diskussion in einem Spiele-Entwicklerteam, in dem Thomas Anderson "Matrix" als nachge­frag­tes Game entwickelt hat und eine führende  Rolle spielt. Die Diskussion wird kurz darauf wiederholt in einem etwas anderen Szenario. Zwei Ebenen werden sichtbar: Neo und die Entwickler gestalten die »Matrix-Simulation« als »Game«, in dem sie selbst enthalten sind. Sie programmieren also, ohne das zu wissen, ihr Leben in der »Matrix«. Nur das erleben sie bewusst, die höhere Ebene (»Matrix«) bleibt ihnen verborgen. 

In der Diskussion geht es um Bedeutung und Wert der »Matrix«-Trilogie, die sie als »Game« auffassen. Hier die Wünsche und Urteile der Entwickler angesichts des vorgeblich von Warner Brothers beauftragten "Projektes Matrix 4":

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Matrix 4
als Game

Alle Kritiker sind sich darin einig, dass die Matrix-Trilogie um die Jahrtausendwende ein Meilen­stein der Filmgeschichte war. Die meisten sehen in Matrix 4 nur einen schlecht gemachten Abklatsch der ursprünglichen Story.

Das sehe ich inzwischen nicht mehr so: Matrix 4 ist auf seine Art genau so genial wie die Trilogie. Die Rahmenhandlung mit dem »Analytiker« als Ober-Kontrolletti wirkt plausibler als der »Architekt«, weil er in der »Matrix-Simulation« enhalten ist und dort die Fäden zieht. Allerdings gibt es ein paar Schwächen in der Story und logische Brüche. Die behandle ich in dieser Präsentation.

Richtig stark, wenn man es verstanden hat, was nicht ganz einfach ist: Zu Beginn des Films gibt es eine interessante Diskussion in einem Spiele-Entwicklerteam, in dem Thomas Anderson "Matrix" als nachge­frag­tes Game entwickelt hat und eine führende  Rolle spielt. Die Diskussion wird kurz darauf wiederholt in einem etwas anderen Szenario. Zwei Ebenen werden sichtbar: Neo und die Entwickler gestalten die »Matrix-Simulation« als »Game«, in dem sie selbst enthalten sind. Sie programmieren also, ohne das zu wissen, ihr Leben in der »Matrix«. Nur das erleben sie bewusst, die höhere Ebene (»Matrix«) bleibt ihnen verborgen. 

In der Diskussion geht es um Bedeutung und Wert der »Matrix«-Trilogie, die sie als »Game« auffassen. Hier die Wünsche und Urteile der Entwickler angesichts des vorgeblich von Warner Brothers beauftragten "Projektes Matrix 4":

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