Hier setzt sich Uwe Detert mit dem bundesweiten Aktionstag »Kommunen am Limit« auseinander, der am Montag, 22. Juni, über die Bühne gegangen ist, und bei dem seiner Meinung nach Bürgermeister Matthias Kalkreuter (links) und Kämmerer Uwe Aust eine gute Figur gemacht hätten. 

 

»Heute erklärt uns Bürgermeister Kalkreuter gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden, die Kommunen seien „am Limit“. Gleichzeitig verspricht die SPD in ihrem Wahlprogramm:  Neugestaltung von Marktplatz, Bergstraße und Langer Straße,  Modernisierung von Rathaus, Technikum und Bürgerhaus, Ärztehaus, MVZ, Wohnungsbau­gesellschaft, Modernisierung von Schulen, Ausbau der OGS, Modernisierung von Spielplätzen, Fußballtrainingsplatz, Moderni­sierung der Freibäder, neue Feuerwehrhäuser, zusätzliche Geschwindigkeitskontrollen, weitere Radwege, mehr Lade­säulen und PV-Anlagen auf allen städtischen Gebäuden.

 

Das alles findet sich im SPD-Wahlprogramm. Die Frage ist deshalb berechtigt: Sind wir nun finanziell am Limit oder nicht? Wer einerseits Alarm schlägt und andererseits immer neue Projek­te, Gesellschaften, Konzepte, Förderprogramme und Investi­tionen ankündigt, sollte den Bürgern auch sagen, wie das bezahlt werden soll. Die Wahrheit ist doch: Die kommunale Finanzkrise ist nicht über Nacht entstanden. Bund und Land werden seit Jahrzehnten über­wie­gend von CDU und SPD regiert. Immer neue Aufgaben wurden den Städten übertragen, immer neue Standards be­schlos­­sen und immer neue Bürokratie geschaffen.

 

Jetzt klebt man Warnbänder um Ortsschilder und tut so, als wäre das alles plötzlich vom Himmel gefallen. Nein. Die Kommunen sind nicht Opfer eines Natur­ereignisses. Sie leiden unter den Folgen jahrzehntelanger Politik von Schwarz und Rot. Wer ehrlich sein will, muss nicht nur über fehlendes Geld sprechen, sondern auch über die politi­schen Entscheidungen, die zu dieser Situation geführt haben.«

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