
Eine gefährliche Raubkatze im Wohngebiet? Puma oder Panther? Nichts davon. Nur ein harmloses Stofftier, aber es hielt die Bewohner in Atem. Die Polizei Lage beendet den vermeintlichen Raubtier-Einsatz mit einem Schmunzeln. Foto: Polizei Lippe
Jagd auf den schwarzen Panther
Lage. Ein Einsatz der besonderen Art hat am Montagmorgen, 11. August, für Aufsehen in Lage gesorgt. Gegen 8.45 Uhr meldeten Anwohner der Thusneldastraße und Händelstraße der Polizei, sie hätten ein mutmaßlich gefährliches Raubtier gesichtet. Nach ihrer Beschreibung könne es sich um einen schwarzen Puma oder Panther handeln.
Die Polizei teilte mit, dass unter dem Einsatzstichwort „Tiergefahr“ sofort Kräfte ausrückten, um das angebliche Wildtier zu finden. Eine Streifenbesatzung der Wache Lage entdeckte schließlich das „gefährliche Tier“ – doch es handelte sich nicht um eine echte Raubkatze. Stattdessen saß auf einer Hecke an der Thusneldastraße ein großes schwarzes Stofftier. Dieses ließ sich ohne Gegenwehr „einfangen“ und wurde sicher zur Polizeiwache gebracht.
Nach Angaben der Polizei Lippe kommt es immer wieder zu Einsätzen wegen frei laufender Tiere. Echte Raubkatzen habe man in der Region jedoch bislang glücklicherweise nicht antreffen müssen.
Der Flachmann im Auto ist was für Kamikaze-Fahrer: Alkohol gehört nicht in die Blutbahn, wenn man mit dem Auto on Tour ist. In der Polizeikontrolle kostet das den Führerschein und man riskiert auch noch einen Unfall. Symbolbild: Pixabay
Fast & Furious - doch die Polizei gewinnt
Lage/Bad Salzuflen. Schmerzhafte Lektion eines Abends: Wenn du bei einer Polizeikontrolle aufs Gaspedal drückst, weil du glaubst, du wärst in einem Actionfilm – Spoiler: bist du nicht. Und nein, die Polizei spielt nicht die Statisten. Die können nämlich fahren. Richtig gut sogar. Und sie haben Funk. Das ist so ein Ding, mit dem man Kollegen ruft – und ehe du "Need for Speed" sagen kannst, spielst du "Einer gegen Alle". Ein Spiel, das du ungefähr so gut gewinnen kannst wie ein Goldfisch beim Hochsprung.
Lernen musste das ein 20-jähriger BMW-Fahrer am Mittwochabend, 10. Dezember, in der Breiten Straße in Lage. Sein 3er BMW fiel den Beamten zu später Stunde - gegen 23.30 Uhr - auf, weil die Beleuchtung defekt war. Also eigentlich fuhr er im Dunkeln – man könnte sagen: unsichtbar, nur leider nicht für die Polizei.
Als die Beamten ihn anhalten wollten, drückte der junge Mann beherzt das Gaspedal durch. In Richtung Bad Salzuflen ging’s – mit dem Charme einer Silvesterrakete auf Abwegen. Rote Ampel? Egal. Anhaltesignale? Pff. Beleuchtung? Wer braucht die schon, wenn man Drama möchte?
Auf der Schötmarschen Straße endete die große Fluchtkarriere allerdings abrupt und sehr unspektakulär: Der BMW krachte auf einen Seat Leon, schob den wie einen Einkaufswagen von der Straße und nahm anschließend selbst noch zwei Leitpfosten mit. Immerhin konsequent.
Schließlich gab der BMW im Kreuzungsbereich Schötmarsche Straße/Sylbacher Straße in Bad Salzuflen seinen Geist auf – vermutlich hatte selbst das Auto genug von der Show.
Im Wagen saßen außer dem 20-jährigen „Schumi im Delirium“ noch drei Passagiere (zwei 16-Jährige und ein 19-Jähriger). Alle blieben unverletzt – wahrscheinlich, weil das Schicksal entschieden hat: Heute nicht.
Der Fahrer stand, wie die Polizei zurückhaltend formuliert: „augenscheinlich unter Einfluss von Alkohol“. Das setzt deine Reaktionsfähigkeit herab: schlechte Voraussetzung für ein Rennen mit der Polizei. Der Vortest war positiv und deshalb nahm die Polizei ihn auf die Wache mit: Blutprobe, Führerschein weg, Lerneffekt inklusive. Die minderjährigen Mitfahrer durften nachts noch den „Eltern-Shuttle-Service“ genießen, bestimmt nicht zu deren Freude.
Sachschaden? Rund 14.000 Euro. Ermittlungen? Laufen. Filmreife Action? Nein, eher peinlich. Lebenskluge Entscheidung? Ebenfalls nein. Moral von der Geschicht’? Flieh nicht vor der Polizei – das klappt einfach nicht.

Halloween ist ein Brauch, der mit den Ängsten vor Teufel, Tod und Geistern spielt. Dieser Hintergrund ist heutzutage wohl nicht mehr von Bedeutung. Aber Gruselromantik hat viele Freunde und gehört zum Szenario jeder richtigen Halloween-Party. Die Kinder, die für Parties noch zu jung sind, ziehen in den USA zu Halloween gern durch die Nachbarschaft und veranstalten den Brauch „Trick or Treat“ („Gib uns was Süßes, sonst spielen wir dir einen Streich!“). Das bringt ihnen in der Regel Süßigkeiten tütenweise ein. Aber ein Fenster einzuwerfen, das ist außerhalb ihrer Streich-Fantasie. Symbolfoto: Pixabay
Lage. Da waren sie wohl sauer, als die Hausbewohnerin in der Heidenschen Straße ihnen für ihren Halloween-Streich „Süßes oder Saures“ die Tür nicht öffnete, und warfen aus Wut eine Fensterscheibe ein. Geschehen am Freitagabend, 31. Oktober, gegen 22 Uhr.
Drei Jugendliche klingelten an der Haustür und versuchten sich in dem Halloween-Brauch aus den USA: „Süßes oder Saures“. „Trick or Treat“ heißt das im Original und stammt ursprünglich aus Irland und Schottland, gelangte im 19. Jahrhundert nach Nordamerika und wurde dort fester Bestandteil von „Halloween“ („Allerheiligen“). „Trick or Treat“ bedeutet sinngemäß übersetzt: „Gib uns was Süßes, sonst spielen wir dir einen Streich!“ Dabei wird den Hausbewohnern aus der Nachbarschaft „Saures“ als Strafe angedroht, wenn sie nichts Süßes herausrücken. Das ist in etwa mit dem St. Martins-Brauch hierzulande vergleichbar, bei dem Kinder um den 11. November herum mit ihren Laternen durch die Nachbarschaft ziehen, Martinslieder singen („Ich ziehe mit meiner Laterne“) und in der Regel mit Süßigkeiten belohnt werden. Dabei drohen die Kids aber niemals „Saures“ an für den Fall, dass Hausbewohner nichts Süßes herausrücken. Schließlich wollen sie an den guten St. Martin erinnern, der seinen Mantel mit einem Bettler geteilt hat, damit der nicht friere. Und nicht etwa an Robin Hood. Und die Hausbewohner geben nicht aus Angst vor einem Streich, sondern weil sie die singenden kleinen Wichte süß finden.
Das Kriminalkommissariat 6 bittet um Hinweise zu den Tätern unter (05231) 6090.
