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Ein Ausflug mit dem Rad bei schönem Wetter ist eine feine Sache, und der Anteil der Zweiräder am Verkehr nimmt stetig zu. Aber man kann damit auch einen Unfall verursachen. Und dann gilt die gleiche Pflicht wie für Autofahrer: sich seiner Verantwortung stellen und nicht einfach davonfahren, um sich Unannehmlichkeiten oder Unfallkosten zu ersparen. Foto: Adobe Stock

Nicht nur Autofahrer begehen Unfallflucht

 

Lage. Im Polizeibericht vom Unfallgeschehen im Kreis Lippe kommen häufig Unfallfluchten von Autofahrern vor, die nach einer von ihnen verursachten Kollision das Weite suchen, ohne sich um das Unfallopfer zu kümmern: um unangenehmen Ermittlungen der Polizei aus dem Weg zu gehen. Doch das gibt’s auch: Unfallfluchten von Fußgän­gern und Radlern, die das Weite suchen, nachdem sie einen Unfall verursacht haben.

 

Ein 57-jähriger Autofahrer verließ am Freitag, 12. Juni, mit seinem Pkw gegen 6.55 Uhr eine Grund­stücks­ausfahrt in der Langen Straße. Ein Pedelec-Fahrer befuhr zeitgleich den Bürgersteig der Langen Straße in Richtung Innen­stadt. Es kam zur Kollision beider Fahrzeuge, wobei am Pkw Sach­scha­den entstand. Der Pede­lec-Fahrer verließ den Unfallort, ohne sich um den entstandenen Scha­­den zu kümmern.

 

Etwa 20 Minuten später radelte eine 33-jährige Pedelec-Fahrerin die Friedrichstraße in Richtung Bahnhofstraße entlang. Dort über­querte eine Fußgängerin unmittelbar vor der Fahrrad­fahrerin die Fahrbahn, woraufhin die 33-Jährige bremsen musste und dabei zu Fall kam. Durch den Sturz verletzte sie sich leicht. Die Fußgängerin setzte ihren Weg fort, ohne die Feststellung ihrer Beteiligung zu ermöglichen.

In beiden Fällen ermittelt  das zuständige Verkehrskom­mis­sariat und nimmt Zeugenhin­weise unter der Rufnummer (05231) 6090 entgegen.


 

Die AfD hat ein witziges Plakat als Kommentar zur Marktplatz-Vision des Entwurfs der »Landschaftsarchitekten RB+P« konstruiert. Man kann über die AfD-Fraktion denken, wie man will, aber medientechnisch spielt sie in der ersten Liga. Montage: AfD

AfD lehnt Vision
vom Marktplatz ab

Zu aufwändig, zu teuer und angesichts anderer dringlicher Aufgaben unverhältnismäßig

 

Von Uwe Detert

 

Lage. Als Handwerker lernt man früh einen einfachen Grundsatz: Erst repariert man das Dach, dann denkt man über den Springbrunnen im Vorgarten nach. Im Rathaus von Lage scheint man das inzwischen etwas anders zu sehen. Während über 60 Prozent unserer Straßen sanierungs­bedürftig sind, in den Ortsteilen vielerorts seit Jahren kaum etwas passiert und die Stadt im Haushalts­sich­erungs­konzept steckt, präsentiert man uns nun die Vision eines neuen Marktplatzes.

 

Mit Fontänenfeld. Designer­pflaster. Aufenthaltsinseln. Stadtmöbeln. Klimanischen. Und selbstverständlich allem, was heutzutage in keinem Förder­antrag fehlen darf. Man könnte auch sagen: Kalkreuters Neuschwan­stein.

 

Nun ist gegen schöne Plätze grund­sätzlich nichts einzu­wenden. Auch ich sitze lieber auf einer schönen Bank als auf einem Betonklotz. Die Frage ist nur: Wer kann sich das leisten? Denn 4,5 Millionen Euro sind selbst dann 4,5 Millionen Euro, wenn man sie vorher mit den Zauberwörtern „Fördermittel“, „Nachhaltigkeit“ und „Aufent­halts­qualität“ einreibt.

 

Fördermittel sind übrigens kein Geld, das nachts auf Bäumen wächst. Es ist Steuergeld. Unser Steuergeld. Und den Eigenanteil zahlt am Ende ebenfalls der Bürger.

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Das ist ganz nach dem Geschmack engagierter Polizisten: Die Kontrolle nach einer verdächtigen Fahrweise weist auf Drogenkonsum und anhängige Haftbefehle hin. Ein veritabler Fang, für den sich ein kraftvoller Spurt allemal lohnt. Foto: Polizei

Schnelle Füße 
bringen Erfolg

Polizei macht nach einer Kontrolle wegen Schlangen­linienfahrt veritablen Fang

 

Von Hajo Gärtner

 

Lage. Donnerstagmorgen, 1.30 Uhr in der Nacht. Während die meisten Lagenser friedlich schlafen, entscheidet sich ein Audi A2-Fahrer auf der Schöt­mar­schen Straße offenbar für eine spontane Teilnahme an der Disziplin »Auto-Slalom«. Ein aufmerksamer Zeuge beo­bachtet die Darbietung und informiert die Polizei über das Fahrzeug, das mit bemerkens­wert geschwungenen Schlan­gen­linien unterwegs ist.

Als die Beamten den Audi im Bereich der Dachsstraße ent­decken, scheint dessen Fahrer die Situation zunächst miss­ver­stan­den zu haben: Statt sich über seine Bewun­derer zu freuen, beschleunigt er kräftig und düst auf und davon. Die Fluchtstra­tegie hat jedoch einen kleinen Schönheitsfehler – sie endet im Iltisweg. Genauer gesagt: in einer Sackgasse. Ein klassischer Fall von „bis hierhin und nicht weiter“.

Daraufhin wechseln die beiden Fahrzeug­insassen spontan vom Auto- zum Laufsport. Sie verlas­sen den Audi in unterschiedliche Richtungen, vermutlich in der Hoffnung, die Verfolger  vor ein logistisches Problem zu stellen. Allerdings trainieren Polizisten regelmäßig und sind mit dem Konzept »Rennen« durchaus vertraut. Das Ergebnis: Beide Davonläufer werden kurze Zeit später eingeholt.

Der mutmaß­liche Fahrer, ein 43-jähriger Mann aus Kasachstan ohne festen Wohnsitz in Deutschland, macht auf die Beamten nicht den Eindruck, als hätte er gerade ein Sudoku gelöst.

Der lehnt einen Drogenvortest zwar ab. Die anschließende Überprüfung bringt jedoch weitere Überraschungen ans Licht: keine Fahrerlaubnis, aber gleich zwei offene Haftbefehle. Manche sammeln Briefmarken, andere Haftbefehle.

Die Nacht endet für den Mann daher nicht zu Hause, sondern auf der Polizeiwache. Dort gibt es statt eines Hotel-Frühstücks eine Blutprobe. Der Audi A2 erhält ebenfalls eine neue Unterkunft und wird sichergestellt.

Die Moral der Geschicht': Wer nachts Schlangenlinien fährt, vor der Polizei flüchtet, in einer Sackgasse landet, zu Fuß weiterflieht, keinen Führerschein besitzt und zwei Haftbefehle offen hat, hat den Begriff »kriminell & dumm« mög­licherweise neu definiert. Die Ermittlungen dauern an. 
Die unglossierte Meldung hier:


 

Susanne Weishaupt (2. von links) überreicht die LEADER-Plakette an Catherina Jörg (daneben) im Beisein von Bürgermeister Matthias Kalkreuter und Carolin Bockhoff (links). Foto: Stadt Lage

Schule draußen

Die »Bunte Schule« ist Teil des LEADER-Kooperationsprojekts „Draußenschule – Lernen in und mit der Natur“.

 

Lage-Müssen. Im Rahmen eines Besuchs in der Grundschule Lage-Müssen überreichte die LEADER-Regionalmanagerin Susanne Weishaupt die Projekt­plakette der LEADER-Region 3L in Lippe an Schulleiterin Catherina Jörg. Gemeinsam mit Bürger­meister Matthias Kalkreuter und Carolin Bockhoff, stellvertretende Geschäftsführerin des Natur­parks Teutoburger Wald/Egge­gebirge und dort für den Bereich Umweltbildung verantwortlich, informierte sich Susanne Weis­haupt über die bisherigen Erfah­rungen mit dem Projekt. Die Drau­­ßenschule bringt den Unter­richt regelmäßig aus dem Klas­sen­raum in die Natur. Das Projekt wird in sechs LEADER-Regionen Ostwestfalen-Lippes mit insge­samt sieben Grundschulen um­- ge­setzt.

Ziel ist es, Konzepte und Unter­richts­module zu entwickeln, mit denen Lerninhalte dauerhaft und systematisch in die Natur verla­gert werden können. Die gewon­nenen Erkennt­nisse sollen später auch anderen Schulen zur Verfü­gung gestellt werden. Zur Umset­zung wurden beim Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge eineinhalb Fachkräftestellen ein­ge­richtet. Die Fachkräfte ent­wickeln Unterrichtsmodule, be­glei­ten die Lehrkräfte bei der Durchführung des Unterrichts im Freien und erstellen einen Praxis­leitfaden, der künftig auch an­der­en Schulen zur Verfügung gestellt werden soll.

 

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Ein dunkler Schatten fällt auf das Hallenbad: Sein Beton wird brüchig.  Für die Sanierung ist eine gewaltige finanzielle Kletterpartie über 15 Millionen Euro erforderlich. Das Spielgerät in front of lädt zum Üben ein. Außerdem weist es den Weg in die Zukunft: Spiel und Spaß holen die Penunsen rein, nicht die stoisch gezogenen Bahnen der Altschwimmer. Wenn schon visionär, dann richtig. Montage: Gärtner

 

Außer Spesen nichts gewesen

 

Sportausschuss patzt in der Hallenbad-Diskussion

 

Von Hajo Gärtner

 

Lage. Ein Déjà-vu-Erlebnis in der Sportausschuss-Sitzung: Wieder konnten wegen »Beschluss-Unfähigkeit« keine Empfehlungen für den Rat formuliert werden. Hatten wir doch erst vor wenigen Tagen in der Kulturausschuss-Sitzung. Grund in beiden Fällen: Ratsmit­glie­der haben geschwänzt.

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Im Rahmen einer schicken Gala ehrte die Stadt ihre herausragenden Sportler. Fotos: Stadt Lage

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